Aldenhovener Elefant bei Parade in Luxemburg

Von: Kr.
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Ein Elefant geht auf Reisen: Die „Elephant Parade Trier-Luxemburg 2013“ wird mit dem blauen „Prinzofant“ von Angelika Keller bereichert. Auf Einladung nimmt die Keramikkünstlerin aus Niedermerz teil. Foto: Kròl

Aldenhoven. Von der Sohle bis zu seinen großen Schlappohren misst er 1,50 Meter. In leuchtendem Blau mit gelben Sternen sowie mit allen Regenbogenfarben geschmückt, ist er unübersehbar. Auf seinem Rücken thront eine 60 Zentimeter große Keramikfigur, für die der kleine Prinz Pate stand - der „Prinzofant“ aus Niedermerz, der jetzt Botschafter seiner Art bei der „Elephant Parade Trier-Luxemburg 2013“ P sein durfte.

Für kurze Zeit schmückte er das Hoftor der Familie Keller aus Niedermerz, ehe er die weite Reise ins Großherzogtum antrat, um dort mit 85 Artgenossen an der Feier teilzunehmen.

Durch eine mit ihr befreundete Künstlerin hatte Angelika Keller, die seit 30 Jahren in Niedermerz lebt und sich als Keramikkünstlerin einen guten Ruf erworben hat, von der Elephant Parade erfahren. Mit ihrem Entwurf vom kleinen Prinzen, der hoch auf dem Elefanten thront, machte sie Eindruck bei der internationalen Jury. Das Tier war vorgegeben, den Künstlern blieb die Gestaltung frei überlassen.

Angelika Keller war es von vorne herein klar, dass sie ihren Elefanten mit einem Aufsatz versehen werde. „Mit dem kleinen Prinzen auf dem großen Elefanten verbinde ich Leichtigkeit und Schwere. Auch wenn der Elefant allgemein als Dickhäuter gilt, ist er ein überaus sensibles Tier und braucht und verdient unseren Schutz. Dies gilt auch für Kinder, womit eine weitere Brücke zwischen dem kleinen Prinzen und dem Elefanten geschlagen wäre.“.

Deshalb nahm sie gerne an diesem Projekt teil, dass als größte Open-Air Ausstellung zur Sensibilisierung der Bevölkerung für diese vom Aussterben bedrohten Tiere gilt. Die Aktion wird von namhaften Persönlichkeiten unterstützt, viele erwerben Patenschaften für die Skulpturen, und ein Teil der Objekte wird im Herbst bei einer Gala-Auktion versteigert. Der Erlös fließt dann zum Großteil in die Stiftung „The Asian Elephant Foundation“.

Zahlreiche Aktivitäten

Doch ehe es soweit ist, werden die Tiere im Eifelort Speicher gesammelt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Von dort geht die Reise, nachdem sie mit einem Anti-Graffiti-Lack versehen wurden, weiter nach Luxemburg oder Trier. Hier bleiben sie an den verschiedenen Standorten in Parks und an Straßen. Für den Elefanten von Angelika Keller hat sich bereits ein Pate und damit auch ein Standort gefunden. Die Federation des Artisans Luxemburg, eine übergeordneten Vertretung für Handwerk und Mittelstand, räumt ihm einen Platz vor ihrem Verbandsgebäude ein.

Mit Recht stolz ist Angelika Keller, dass sie ein Kunstwerk bei einer solch renommierten Kunstaktion, über die auch ein Bildband veröffentlicht wird, stellen durfte.

Als Mitglied im Künstlerpool des Landesprogramms „Kultur und Schule NRW“ arbeitet Keller mit den Grundschulen in Aldenhoven und Welldorf sowie der Bürgewald Schule Düren zusammen. Es ist eine Arbeit, die sie besonders reizt und die ihr viel Freude bereitet. „Es ist schön die Kinder zu motivieren, kreativ tätig zu sein und ihre Freude an diesem Tun mit zu erleben“, sagte sie.

Beim Skulpturenweg in Linnich ist sie wieder mit dabei und als Gast bei einer Ausstellung im Herzogenrather Rathaus am 13. Juni. Sie beteiligt sich an der Kunst-Tour, dem Tag der offenen Ateliers und Galerien in der Freizeitregion Heinsberg. In diesem Rahmen stellt sie im Schloss Zweibrüggen aus. Ihr größtes Projekt, an dem sie zurzeit arbeitet, ist eine Ausstellung beim belgischen Rundfunk in Eupen, die sie mit ihrem Ehemann Henrich bestreiten wird.

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