Aldenhoven soll Rathauswiese versilbern

Von: ahw
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Die rund 120 Jahre alte Buche ist das prägende Element der Aldenhovener Rathauswiese, die in absehbarer Zeit bebaut werden soll. Foto: Wolters

Aldenhoven. Im Sitzungssaal des Aldenhovener Rathauses mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden, so groß war am Donnerstag der Andrang zur Sitzung des Bauverwaltungsausschusses.

Das war weniger der Tatsache geschuldet, dass Ausschussvorsitzender Reinhard Paffen (CDU) seine letzte Sitzung leitete, das Interesse der meisten Besucher galt der geplanten Bebauung der so genannten Rathauswiese, die in „Gestalt“ des Bebauungsplanes 64 A „Im Graben“ zur Tagesordnung stand.

„Kommen Sie nach hier und informieren sich“, forderte Reinhard Paffen die Besucher, darunter etliche Anlieger des geplanten Baugebietes, dazu auf, sich in Fachausschuss und Verwaltung über den Sachstand aufklären zu lassen und nicht von irgendwelchen Gruppierungen. Mit der im Bauleitverfahren verankerten Bürgerbeteiligung würden deren Rechte ausdrücklich berücksichtigt.

Baudezernentin Anita Klotz erläuterte die Verwaltungsvorlage. Bei der Prüfung von insgesamt 20 Flächen, die im Besitz der Gemeinde sind, sei zunächst vorgesehen gewesen, aus der Grünfläche an der Rückseite des Rathauses (Rathauswiese) zwei Grundstücke herauszuparzellieren und zu vermarkten. Grund für die Überplanung des zentralen innerörtlichen Bereiches seien Vorgaben der Gemeindeprüfungsanstalt gewesen, die öffentlichen Grünflächen zu verkleinern, um den Pflegeaufwand des Bauhofs zu verringern, und durch Grundstücksverkäufe zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Deshalb hatte der Gemeinderat im Juni vergangenen Jahres die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen.

Von der Ursprungsplanung hat die Bauverwaltung zwischenzeitlich Abstand genommen und ein Planungsbüro beauftragt, die Gestaltung der rund 4600 Quadratmeter großen Gesamtfläche mit einem ersten Planentwurf zu entwickeln, der den Erhalt der rund 120 Jahre alten Buche und seniorengerechtes Wohnen einschließt. Bei den Planungen könnten auch, so Klotz, Grundstücke von Anwohnern einbezogen werden.

Mit dem vorliegenden Vorschlag als Basis soll deshalb in den nächsten Wochen das Gespräch mit den Anliegern gesucht werden. „Wir möchten der Planung etwas mehr Zeit angedeihen lassen“, begründete die Baudezernentin das Vorgehen. Zudem sollen die bestehenden Bebauungspläne Nr. 30 und 32 „Im Graben“, die derzeit ruhen, mit Aufstellung des neuen Bebauungsplanes, den der Bauverwaltungsausschuss einstimmig empfahl, gründlich aufgearbeitet werden.

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