Aldenhoven nimmt bei Gewerbesteuer mehr ein

Von: gep
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Aldenhoven. Die Finanzlage der klammen Gemeinde Aldenhoven hat sich leicht verbessert, bleibt aber katastrophal.

Zu Buche schlagen „hauptsächlich höhere Einnahmen”, sagt Bürgermeister Lothar Tertel. Insbesondere das Gewerbesteueraufkommen habe sich erhöht. „Damit kommt der Konjunkturaufschwung in Aldenhoven schleppend an.” Bei der Einkommensteuer sei hingegen „noch nichts zu spüren”, ergänzt Kämmerer Michael Ossenkopp. Hier erwarte er erst 2011 einen merklichen Anstieg. Auch dass die Zinsen „am Boden sind”, entlaste den Etat.

Freiwillige Leistungen

Auch die Ausgaben seien reduziert worden. Ferner habe die Kommunalaufsicht in Düren bei den freiwilligen Leistungen „vorab mehr genehmigt als erwartet”, sagte Tertel. Abstriche müssen vor allem die Vereine machen, während etwa beim Schulverkehr keine Kürzungen möglich seien.

In einem neuen Entwurf für ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) beziffert die Verwaltung die Einnahmen im Ergebnisplan auf 22,6 Millionen und die Ausgaben auf 29,7 Millionen Euro, so dass sich der Fehlbetrag von bisher 8,3 Millionen auf rechnerisch 7,1 Millionen Euro reduziert. Der HSK-Entwurf beinhaltet neben den genehmigten freiwilligen Leistungen in Höhe gut 307.000 Euro (60 Prozent von 512.000 Euro) drastische Einsparungsvorschlägen. Dazu gehören: Anpassung der Gebühren, Erhöhung der Grundsteuern A und B und der Gewerbesteuer sowie eine „Reduzierung der Vertreter im Gemeinderat”.

Da aber mittelfristig die Kommune keine schwarzen Zahlen schreiben wird, ist das HSK nicht genehmigungsfähig, so dass Aldenhoven in der vorläufigen Haushaltsführung bleibt und somit unter der Kuratel der Kommunalaufsicht steht.

Eine Erhöhung der Gewerbesteuer und der Grundsteuer B, die hätte dem Kämmmerer rund 70.000 Euro mehr beschert hatte, war vor Monaten von der neuen Mehrheit aus SPD, FDP und Freier Wählergemeinschaft (FWG) abgelehnt worden.
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