Aldenhoven hat die Windkraft-Investoren im Nacken

Von: gep
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Aldenhoven. Windkraft-Investoren sitzen der Gemeinde Aldenhoven im Nacken. Deshalb hat der Bauverwaltungsausschuss einen überarbeiteten Flächennutzungsplan zur Offenlage zu beschließen. Wie Ausschussvorsitzender Reinhard Paffen (CDU) und Baudezernentin Anita Klotz erläuterten , sei die bisherige Beschlusslage „fehlerhaft“ und „nicht rechtssicher“ gewesen, dies habe auch die Bezirksregierung Köln bemängelt.

Angesichts der Bedenken in den Fraktionen warnte Klotz, werde die Änderung des Flächennutzungsplans nicht beschlossen, „kann jeder bauen“. Es entstünde „Wildwuchs“. Und der drohe, „wenn weitere Interessenten Geld verdienen wollen. Es gehe also darum, die Errichung von Windkraftanlagen „in geordnete Bahnen“ zu lenken. Seien die Konzentrationszonen im Flächennutzungsplan ausgewiesen, könne man „in überschaubarem Umfang“ mit einem Bebauungsplan etwa die maximale Höhe der Windräder vorschreiben oder einen höheren Schallschutz gewährleisten, solange die erfor derliche Wirtschaftlichkeit gegeben sei. Auch könne sichergestellt werden, dass „ein Dorf komplett mit Windrädern umgeben“ werde, was etwa im Falle von Freial- denhoven drohen könne.

So beschloss der Ausschuss auch die Offenlage von jeweils einem Bebauungsplan für die Windkraftkonzentrationszonen (WKZ) II und III sowie je einen Bebauungsplan für die Projekte zweier Investoren in der WKZ III. Dies sind die Geilenkirchener Unternehmen Tholen und Davids, die in dem Plangebiet über ein Betriebsgelände verfügen.

Die SPD-Fraktion, die bereits in der Vergangenheit auf Distanz zu den Windkraft-Plänen gegangen war, stimmte diesmal mehrheitlich zu. Es gelte, so Sprecher Kajetan Raab, eine „Verspargelung zu verhindern“. Er pochte aber auf Erläuterungen durch einen Sachverständigen im weiteren Planverfahren.

Auch die CDU-Fraktion, so deren Sprecher Wolfgang Klems, habe im Vorfeld „erhebliche Bauchschmerzen“ gehabt und „lange Diskusssionen“ geführt. . Doch „wir müssen zustimmen“. Ansonsten, so Klems, stellen „die uns 400 Meter vor Dürboslar oder Schleiden die Dinger hin“.

Laut Klotz soll ein Abstand von 750 Metern zur Wohnbebauung eingehalten werden, vorher galten in Aldenhoven nach einem Ratsbeschluss als Abstandsmaß 800 Meter. Bei größeren Abständen, so Paffen, gäbe es „Probleme mit den Gerichten“.

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