Aldenhoven geht in die Breite

Von: gep
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Aldenhoven. Aldenhoven geht in die Breite. Denn es „besteht dringgender Bedarf für gewerbliche Erweiterungs- und Neuansiedlungsvorhaben”, stellt die Gemeindeverwaltung in ihrer Vorlage für die 38. Änderung des Flächennutzungsplanes fest.

Darüber berät am Donnerstag ab 18 Uhr im Rathaus der Bauverwaltungsausschuss. Im Gewerbegebiet Aldenhoven an der Industriestraße wird eine sieben Hektar (ha) große Fläche für die Landwirtschaft eine gewerbliche Baufläche. Denn die ausgewiesenen 58,1 ha sind „fast vollständig bebaut”. Auch in Siersdorf wird es knapp. „Hier verbleiben nur ca. 17 ha” für Gewerbeansiedlungen.

Auch für den Wohnunsbau werden Flächen benötigt, stellt die Verwaltung fest. Nicht nur die Wohnfläche pro Einwohner nehme zu, auch die Zahl der Einwohner werden steigen.

Danach wird sich diese bis zum Jahr 2025 auf dann 15371 erhöhen. Ende 2010 war die Einwohnerzahl erstmals seit etlichen Jahren unter die Marke von 14.000 gesunken. Ende Mai waren es 13901, darunter 7419 im Kernort und 2747 in Siersdorf.

3,2 Hektar in Niedermerz

Neue Baugebiete auf meist landwirtschaftlichen Flächen sollen u. a. in Niedermerz an der Von-Paland-Straße in einer Größe von 3,2 ha enstehen, in Dürboslar an der Maarstraße (2,8 ha) im Schleidener Tal in Siersdorf (1,8 ha) sowie auf der Großen Heide in Schleiden (1,12 ha). Insgesamt handelt es sich um zehn Flächen mit der Darstellung Wohnbaufläche im Flächennutzungsplan.

Zwei Standorte - im Westen von Dürboslar und im Süden von Freialdenhoven - wurden nicht entwickelt, weil dort Steinkauzvorkommen festgestellt worden waren. „Nur für wenige Flächen” sind Konflikte mit dem Natur- und Landschaftsschutz zu erwarten.

Wie es in der Vorlage der Verwaltung weiter heißt, gibt es im gesamten Gemeindegebiet keine Naturschutzgebiete, Vogelschutz- oder auch Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH). Ziel bei FFH ist die Erhaltung und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt , dabei geht es um Gebiete, in denen Arten und Lebensräume von europaweiter Bedeutung vorkommen.

In Aldenhoven gibt es aber Geschützte Landschaftsbestandteile wie etwa Obstwiesen bei Niedermerz oder einen strukturreichen Grünlandkomplex südwestlich des Kernorts. Landschaftsschutzgebiete befinden sich am Freialdenhovener Fließ südlich der Bergehalde der ehemaligen Zeche Emil-Mayrisch, am Uferbereich der Inde und am Bettendorfer Fließ westlich von Siersdorf.

Laut Landesdatenbank NRW hat Aldenhoven, die als Typ Kleinstadt klassifiziert wird, einen verhältnismäßig hohen Anteil an landwirtschaftlicher Fläche mit 72 Prozent gegenüber einem Landesdurchschnitt von 49,1 Prozent. Dagegen ist der Waldanteil sehr niedritgg mit 4,7 Prozent gegenüber 25,5 Prozent im NRW-Durchschnitt. Dieser Prozentwert wird in der näheren Umgebung nur noch von der Gemeinde Titz unterboten mit 3,1 Prozent. Diese „Große Landgemeinde” (Typisierung) gilt als die waldärmste Kommune in ganz NRW.
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