Aldenhoven ebnet den Weg für „Deponie Davids“

Von: ahw
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Aldenhoven. In der Regel schließt sich der Aldenhovener Gemeinderat dem Votum an, das zuvor der Fachausschuss nach ausführlicher Beratung eines Punktes empfohlen hat.

Von dieser Regel wurde auf der jüngsten Sitzung abgewichen, als die Deponie Aldenhoven III zur Debatte stand. Im Bauverwaltungsausschuss war die dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes mit 10:6-Stimmen bei fünf Enthaltungen abgelehnt worden, da die Bedenken der Experten beim Verbandswasserwerk Aldenhoven (VWA) geteilt wurden.

Bis zur Sitzung des Gemeinderates hatten sich offenbar andere Erkenntnisse ergeben, wie dem dortigen Abstimmungsverhalten zu entnehmen ist. Zunächst erklärten sich Bürgermeister Ralf Claßen und die Fraktionsvorsitzenden Udo Wassenhoven (SPD), Georg Krapp (CDU) und Dieter Froning (FWG) für befangen, da sie Tätigkeiten in Aufsichtsgremien des VWA ausüben.

Deshalb übernahm Dieter Drehsen als 1. stellvertretender Bürgermeister kurzzeitig die Leitung der Sitzung und ließ flugs abstimmen: Das Ergebnis waren jetzt 14 Ja und drei Nein-Stimmen.

Monika Müller (Bündnisgrüne), die Vorsitzende der GL-Fraktion, war derart perplex, dass sie im Gefühl des sicheren Abstimmungssieges vergessen hatte, eine namentliche Abstimmung zu beantragen, was sie nach eigenem Bekunden ursprünglich vorgehabt hatte. So muss sie sich wohl auf die „Deponie Davids“ einstellen.

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