Aldenhoven - Aldenhoven bleibt in roten Zahlen stecken

Aldenhoven bleibt in roten Zahlen stecken

Von: gep
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Wegen der hohen Nachfrage wird die Gemeinde Aldenhoven weitere Stelen für eine Gesamtsumme für 22.500 Euro anschaffen. Foto: Wolters

Aldenhoven. Die Gemeinde Aldenhoven wird auch im laufenden Jahr nicht aus den roten Zahlen herauskommen. Bürgermeister Lothar Tertel rechnet mit einem Defizit von knapp 5,8 Millionen Euro, im Vorjahr hatte der Fehlbetrag bei sieben Millionen gelegen. Einnahmen von etwa 27,4 Millionen Euro stehen im laufenden Jahr Ausgaben von 29,2 Millionen Euro gegenüber.

„Wir leben von der Substanz”, stellte der Bürgermeister vor dem Gemeinderat fest. Anfang 2007, als das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) eingeführt wurde, lag das Eigenkapital noch bei fast 30 Millionen Euro. Aufgrund der Fehlbeträge 2007 bis 2010 schrumpfte das Eigenkapital bis Anfang 2011 auf 18 Millionen. Damit ginge im laufenden Jahr ein Drittel des Eigenkapitals wegen des Verlustausgleichs verloren.

Klar ist für Tertel somit: „Uns droht spätestens 2014 die Überschuldung.” Investiert werden wird nur, wenn die Kommunalaufsicht grünes Licht gegeben hat. Die Vorhaben mit einem Volumen von fast 835.000 Euro listet die von der Verwaltung erstellte Prioritätenliste auf. Diese Leiste reicht vom Ausbau des Kindergartens Schleiden für die U3-Betreuung (240.000 Euro) bis zur Beschaffung weiterer Urnen-Stelen für die Friedhöfe (22.500 Euro).

Doch auf keinerlei Zustimmung im Gemeinderat stieß, dass fast 61.000 Euro dieser Investitionssumme per Kredit finanziert werden sollten. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Udo Wassenhoven forderte daher: „Kürzen und streichen.” Und auch der Vormann der Freien Wählergemeinschaft (FWG), Dieter Froning, drängte darauf, der Kommunalaufsicht „eine Null zu präsentieren”.

Nachdem Tertel mehrfach unterstrichen hatte, dass „keine Streichung” auf der Projektliste möglich sei, konterte CDU-Fraktionschef Reinhard Paffen: „Das kann man, wenn man will.” Sein konkreter Vorschlag: Die Erneuerung der Gehwege der St.-Ursula-Straße für 100.000 Euro „lässt sich ohne weiteres verschieben”. Paffen: „Wir putzen die 100.000 um 61.000 Euro.”

Doch derart ins Detail wollte die neue Mehrheit aus SPD, FWG und FDP nicht gehen. Kürzungsmöglichkeiten zu benennen, sei „ureigene Verwaltungsaufgabe”. Das kostet Zeit, so dass die Investitionen wohl erst in der zweiten Jahreshälfte realisiert werden können. Doch unter dem Strich bleibt der Gemeinde nur noch „Mangelverwaltung”, führte der Bürgermeister aus.

Nicht gespart wird in den Bereichen Feuerwehrwesen und Bildung, während die Vereine in den Jahren 2011 bis 2013 insgesamt 20 Prozent weniger aus der Gemeindekasse erhalten werden, dafür, lobte Tertel ausdrücklich, hätten alle Vereine bis auf einen einzigen Verständnis aufgebracht.
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