Jülich - „Aktion Zitrone” der Verkehrswacht Jülich: Kinder gegen Raser

„Aktion Zitrone” der Verkehrswacht Jülich: Kinder gegen Raser

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Jülich. Wer vor Schulen oder Kindergärten die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h mit seinem Fahrzeug überschreitet, kann bei der „Aktion Zitrone” von Kindern eine saure Zitrone erhalten und muss sich dazu mit der Frage dieser Kinder beschäftigen: „Warum sind sie vor unserer Schule/ vor unserem Kindergarten zu schnell gefahren?”

In der Gemeinde Niederzier hat die Verkehrswacht Jülich diese Verkehrssicherheitsaktion in der ersten Septemberwoche zusammen mit der Katholischen Grundschule in Huchem-Stammeln, dem Kindergarten Rappelkiste in Niederzier, dem Kindergarten Krümelhaus in Ellen und dem Kindergarten in Hambach durchgeführt. Polizeibeamte der Wache in Jülich halten die Fahrzeuge an, die mit 35 km/h oder schneller an diesen Aktionspunkten unterwegs sind.

In der Hochheimstraße in Huchem-Stammeln wurden in einer Stunde ab 7.30 Uhr 103 Fahrzeuge erfasst, von denen nur drei eine Zitrone bekamen, weil sie etwas zu schnell fuhren, wobei aber 40 km/h nicht überschritten wurde.

Die Mädchen und Jungen des Kindergartens Rappelkiste mussten von 14.30 bis 15.15 Uhr sechsmal mit einem Verkehrswachtler und einer Erzieherin an ein Auto herantreten und eine Zitrone überreichen. 53 Fahrer(innen) verhielten sich hier korrekt.

Im Streffenweg am Kindergarten in Ellen waren am frühen Morgen in einer Stunde vier Zitronen fällig bei insgesamt 47 Autos. Auf Wunsch des Kindergartens in Hambach fand die „Aktion Zitrone” im verkehrsberuhigten Bereich in der Herzogstraße statt. Wie erwartet, war das Ergebnis ziemlich schlecht, denn von 21 Kraftfahrern haben fünf die geforderte Schrittgeschwindigkeit klar überschritten und mussten einen „sauren Gruß” akzeptieren. Ein Schulbus wurde mit 20 und eine Mutter mit 23 km/h gemessen.

Das Verkehrsaufkommen in der Hochstraße an der Grundschule Inden-Süd in Lucherberg war deutlich höher als an den anderen Stellen. Die Ortsdurchfahrt wurde von 7.30 bis 8.30 Uhr von 110 Fahrzeugen in einer Richtung befahren, von denen aber nur zwölf eine Zitrone erhielten. Bis 30 km/h fuhren hier 58 und bis 40 km/h 52 Verkehrsteilnehmer.

Mit dieser Aktion erhöht die Verkehrswacht Jülich in Zusammenarbeit mit der Polizei, den Grundschulen und Kindergärten die Aufmerksamkeit in diesen Gefahrenbereichen und damit die Sicherheit der Kinder. Entschuldigungen für zu schnelles Fahren waren: „Ich habe Radio gehört und war unaufmerksam.” „Ich habe einen Arzttermin und bin zu spät abgefahren.” „Ich muss meinen Sohn von der Schule abholen.” „Mein Mann braucht das Auto.”
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