Linnich - Aktion „Falscher Weg“: Linnichs Rat tritt Lügen mit Füßen

Aktion „Falscher Weg“: Linnichs Rat tritt Lügen mit Füßen

Von: ojo
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Vorsichtig, dann immer forscher traten die Stadtverordneten das giftige Gedankengut mit Füßen. Foto: Jonel

Linnich. „Sie haben mit Ihrem Gang über den ‚lügenden Teppich‘ symbolisch rechtsradikales Gedankengut und Fake News zertreten.“ Dieses Kompliment machte der Aldenhovener Künstler KHS (Karl-Heinz Schumacher) nun auch dem Linnicher Stadtrat.

Wie schon in Aldenhoven geschehen gestaltete sich der Weg in den Linnicher Ratssaal zur letzten Sitzung des Stadtrates anders als sonst. Großflächige Text- und Grafikplakate bildeten diesmal den „Teppich“. Die Aufschriften ließen keinen Zweifel an der Botschaft. Von „Lügenpresse“ bis zu den karikierten Konterfeis von Hiltler und Trump reichte die Palette der Schlagworte, Aktionen und Akteure, die sinnbildlich für die Manipulation von Menschen und Völker stehen.

„Unwahrheiten wurden zu allen Zeiten verbreitet, erinnerte Schumacher an geschichtliche verbriefte Lügen wie Walter Ulbrichs berüchtigter Ausspruch „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“, dem eine tödliche Grenzziehung folgte. „ Nur heutzutage wird die professionelle Irreführung über die sozialen Medien sogar zum Geschäftsmodell“, erklärte Schumacher.

„Falsche Nachrichten, Fake News also, sind ein Geschäftszweig zur Manipulation von uns allen.“ Diese neue Form der Manipulation könnten Erwachsene kaum durchschauen. Umso wichtiger sei es daher, der jungen Generation den richtigen Weg zu weisen, um der Manipulation die Stirn zu bieten.

Dass diese Saat in Linnich keimt, bestätigte Urs Brunnengräber, zuständig für die Jugendarbeit der KOT Skyline. Jugendliche aus dieser Einrichtung wie aus der von Varinja Mijou Wirtz betriebenen mobilen Jugendarbeit im Stadtgebiet hatten die Idee des „Falschen Wegs“ plakativ umgesetzt. Sie sei Anlass gewesen, sich mit der Thematik zu befassen, die in den Schulen nicht gebührend behandelt werde, so Brunnengräber.

Die Linnicher Ratsfrauen und Herren waren von der Aktion sichtlich beeindruckt. Sie zollten nicht zuletzt den Jugendlichen Respekt, deren Werk sie zunächst recht vorsichtig betraten. Nach eingehendem Studium von Wort und Bild auf dem Boden wurden die Schritte forscher und kraftvoller – ganz im Sinne der Aktion wurde das giftige Gedankengut mit Füßen getreten.

 

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