Kirchberg - Adventskonzert zur Pflege des heimatlichen Brauchtums

Adventskonzert zur Pflege des heimatlichen Brauchtums

Von: ptj
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Gelungenes Jubiläum in St. Martinus Kirchberg: Zum zehnten Mal bietet das Blasorchester „Waldlust“ Glehn musikalisch „Balsam für die Seele“ bereit. Foto: Jagodzinska

Kirchberg. Mit seinem zehnten Adventskonzert mit dem Blasorchester „Waldlust“ Glehn feierte der veranstaltende „Verein zur Pflege des heimatlichen Brauchtums“ ein kleines Jubiläum.

„Musik ist Balsam für die Seele und kann auch Gebet sein. Wir werden also gleich beten, in anderer Form“, sagte Gemeindereferent Ralph Cober als „neuer Hausherr“. Das 22-köpfige Bläserensemble startete unter dem Dirigat von Franz-Josef Strick sein ausdrucksvoll gespieltes Repertoire in der festlich beleuchteten Kirche mit dem „Largo“ aus Antonin Dvoraks Symphonie „New World“, das der amerikanische Komponist Stephen Bulla meisterhaft für Blasorchester bearbeitet hat.

Der erste Teil des Konzertes widmete sich vor allem weltlicher Musik, in der zweiten wurde adventlich/weihnachtliches Repertoire intoniert. Wunderschön war die Melodie von „My secret lovesong“ von Kees Vlak mit Flügelhornsolo. Ein gelungener Mix aus barocker Musik, Pop und Jazz in diversen Tempi war das „Concerto D‘Amore“ von Jacob de Haan. Feierlich wurde eine Hommage an den schottischen See „Loch Lomond“ intoniert. Die Melodie dazu wurde erstmals 1841 nachgewiesen – genauso wie die FC-Köln-Hymne, wie der Moderator aus dem Blasorchester augenzwinkernd betonte.

Ein weiterer musikalischer Ausschnitt hatte Filmmusiken aus „The Lord of the Rings“ und „Lion King“ zum Inhalt, darunter „Can you feel the love tonight“ und „Circle of life“. Mit „Sleigh ride“ wurde schließlich mit den Schlittenglocken das Weihnachtsrepertoire eingeläutet.

Klassische christliche Texte setzten Akzente im Blaskonzert. So las Klara Germes „Ein Licht, das (für Gott allein) leuchten will, muss sich verzehren...“ Elisabeth Wolff trug „Die Legende vom Tannenbaum“ vor, der sich bei Gott ein milderes Urteil erflehen will, als „abgehauen“ zu werden. Dieses Schicksal kann Gott ihm nicht ersparen, doch er macht „aus dem Fluch einen Segen“ und erhebt den Baum zu einem Boten des Friedens, glänzend im Heiligenschein“. Margaretha Vahsen erzählte die Weihnachtsgeschichte „Wie uns beinahe das Weihnachtsfest geklaut wurde“, indem die eigentlichen Inhalte Gebete, Lieder und Krippe allmählich vernachlässigt wurden.

Bis ein kleiner Junge, der an Heiligabend zu Gast war, sie eindrucksvoll wieder in Erinnerung rief. „Wir werden uns das Singen und Musizieren nicht nehmen lassen, auch wenn es manchmal etwas durcheinander geht mit weltlicher und weihnachtlicher Musik“, nahm der Moderator den Faden auf. Die „Waldlust“ stimmt „Christmas on the Rock“ an, ein origineller Mix aus diversen Musikstücken, von denen immer nur ein paar Takte gespielt wurden.

Herbert Johnen nahm in seinem Vortrag von der „Trotzigen Kerze“ erneut den Faden vom Sinn einer Kerze auf, bevor die Bläser weitere Weihnachtsstücke vortrugen. Zu den Zugaben zählte der erhabene „Ambrosianische Lobgesang“ zum Lobe Gottes. Während der Vorsitzende Achim Cormann das Konzertpublikum begrüßt hatte, sprach Margaretha Vahsen die Schlussworte.

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