Selgersdorf - Adelgundisspatzen umrahmen den Familientag mit Musik

Adelgundisspatzen umrahmen den Familientag mit Musik

Von: ptj
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Der Kinder- und Jugendchor „Adelgundisspatzen“ versüßt den Zuschauern in der gut gefüllten Selgersdorfer Pfarrkirche St. Stephanus den Wahlsonntag. Foto: Jagodzinska

Selgersdorf. „Wie kannst du denn am Wahlsonntag ein Konzert veranstalten?“ Diese Frage war Anke Keppel, Leiterin der Adelgundisspatzen Koslar, im Vorfeld gestellt worden. Doch „ganz bewusst“ wollte die Chorleiterin die Wartezeit bis zur Stimmenauszählung mit schöner Musik überbrücken und hatte Erfolg.

Gut gefüllt war die große Selgersdorfer Pfarrkirche St. Stephanus, unter den Zuhörern waren viele Familien mit kleinen Kindern. Vor der Kirche wartete ein Zelt mit Kuchen und Getränken darauf, ihnen die Zeit zusätzlich zu versüßen.

„Leise fließt die Zeit – und manchmal auch ganz schön laut“, war das gelungene, gut einstündige „Konzertical“ überschrieben. Das ansprechende Repertoire war aufgegliedert in kurze Sprechszenen aus der Feder von Cordula Schmitz, denen jeweils ein thematisch passender Liedbeitrag folgte. Hochmotiviert präsentierten die jungen Akteure aus dem Kinder- und Jugendchor die einleitenden Szenen, klar und rein erklangen ihre Stimmen im Ensemble, mal durch Solobeiträge verschönt, mal mehrstimmig interpretiert.

Otmar Esser am Keyboard sorgte nicht nur für die musikalische Vollendung, er hatte seine Begleitarrangements sogar selbst geschrieben.

Mit Schulranzen auf den Rücken, starteten Julian Kayser, Malin Heuer und Kaja Armbruster. In ihrer gespielten Szene erörterten sie das Thema Stress schon beim Aufstehen und hatten einen Verbesserungsvorschlag im Gepäck: Sich eine halbe Stunde eher wecken lassen und sogar noch Zeit zum Singen haben. Es folgte der eingängige Glaubenssong „Der Gott der Liebe sei mit dir“ von Achijah Zorn.

Weiter ging es etwa mit dem musikalischen Trostpflaster „Wer wird denn weinen!“ von Fredi Jivrovec gegen Alltagsproblemchen wie aufgeschlagene Knie und zerrissene Lieblingshosen. Ein echter Knaller waren der „Rhythmus-Spaß“ und das „Begrüßungs-Rhythmical“, flotte Liedsequenzen mit coolem Klatschrythmus als Trost gegen das Heimweh eines Weggezogenen und seine Heimatfindung mit Hilfe der Chormusik. Ein erwähnenswertes Beispiel ist auch der eingängige Umweltsong „Das Lied von der Weltuhr“ von Jivrovec mit vier Solistenstimmen. „Noch tickt die Weltuhr, aber was geschieht, wenn der Mensch ihr Uhrwerk endgültig zerstört hat?“, hieß es unter anderem.

Die Chorsänger spannten ein Banner mit der Aufschrift „Morgen ist um einen Tag zu spät“. Das Banner wurde auch beim folgenden Song „Heute ist der Tag“ noch hochgehalten. In der vorausgegangenen Szene erzählte Susanne Schüer ihrem Kumpel Erik Kieven, dass sich ihre Bewegung für die Umwelt einsetze und weckte damit sofort sein Interesse. Als Mittel zum Zweck pries das Mädchen die singende Botschaft an: „Wir wollen keine leeren Worte, wir wollen kein Versprechen hören. Heute ist der Tag, um den es geht“, lautete dann der eindringliche Appell der Kinder und Jugendlichen. Nicht fehlen durfte der Mottosong „Leise fließt die Zeit“ von der CD „Die coole Bongo-Disco“ des österreichischen Komponisten Fredi Jivrovec.

Sogar zwei Priester hatten neben Bürgermeister Heinrich Stommel Zeit gefunden, das Konzert zu besuchen, Propst Josef Wolff und Dr. Peter Jöcken. Letzterer nutzte die Gelegenheit, die große Kirche mit ihrer sehr guten Akustik als Selgersdorfer „Profil“ zu bewerben.

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