Aldenhoven - Abwassergebühr steigt um 15 Prozent

Abwassergebühr steigt um 15 Prozent

Von: ahw
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Aldenhoven. Einen Schlag ins Kontor haben die Bürger zum Jahreswechsel an der Gebührenfront zu verkraften, denn die Abwasserbeseitigung wird 2009 um satte 15 Prozent teurer.

Das hat weniger mit der vorgeschriebenen Trennung in eine Abwasser- und eine Niederschlagswassergebühr zu tun, sondern vielmehr mit höheren Aufwendungen des Wasserverbandes Eifel-Rur (WVER) für die Kläranlage Setterich sowie die Verbindungssammler aus Freialdenhoven und Siersdorf dorthin.

„Die Kosten werden anders verteilt”, erläuterte Dipl.-Ing. Karl Mertens vom beauftragten Projektbüro in der jüngsten Ratssitzung, dass auch die bisherige „Einheitsgebühr” von 3,99 auf 4,48 Euro pro Kubimeter Frischwasserbezug gestiegen wäre. Von dieser Erhöhung gehen allein 32 Cent auf das Konto des um 250.000 Euro höheren WVER-Beitrags.

Trinkwasserbezug sinkt weiter

Der gesunkene Trinkwasserbezug in der Gemeinde schlägt sich bei dieser Vergleichsrechnung in einer um acht Cent höheren Gebühr nieder. Zudem fließt der Aufwand, der für die Neuordnung der Abwassergebühr getrieben werden musste, ebenfalls in die Gebührenkalkulation mit ein.

So sind nach der neuen Rechnung für 2009 3,74 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser zu zahlen, während für jeden Quadratmeter bebauter bzw. befestigter Grundstücksfläche weitere 0,81 Euro fällig werden.

„Wir haben uns schon immer gegen die Einführung der getrennten Gebühr gestemmt und unsere Befürchtung hat sich bestätigt: Für die Mehrzahl ist das nur nachteilig”, machte CDU-Fraktionsvorsitzender Reinhard Paffen keinen Hehl daraus, dass seine Fraktion die erzwungene Neuordnung an sich schon nicht schmeckt.

„Der Wasserverband hat wieder zugeschlagen und die Bürger sparen sich arm”, ging Paffen auch noch einmal kurz auf die Gründe für die erhöhten Sätze ein, die sich nach seinen Berechnungen im Durchschnitt auf Mehrkosten von rund 60 Euro jährlich summieren. „Ein Ende der Gebührenspirale ist nicht abzusehen”, verwies der CDU-Vormann auf weitere Investitionen in die Kläranlage Setterich und spätere Pumpkosten, die vom Gebührenzahler zu tragen sind.

Termingerechte Arbeit

SPD-Sprecher Udo Wassenhoven lobte die „termingerechte Arbeit” des beratenden Ingenieurs und fragte nach der Größenordnung der Schätzungen bei Hausbesitzern, die ihre Befragungsbogen bislang nicht abgegeben haben. Ingenieur Mertens geht von „halbwegs zuverlässigen Zahlen” aus. Nun müsse man die Bescheide abwarten und die Reaktion der Betroffenen darauf.

Für die FWG-Fraktion lobte Dieter Froning den „guten Berechnungsweg” bei der Gebührenkalkulation. Auch die FWG ist mit dem neuen Prinzip nicht einverstanden und erwartet Klagen gegen die Gebührenbescheide sowie eine weitere Kostenwelle.

Peter Schlebusch (UsA) signalisierte die Zustimmung seiner Fraktion zur neuen Entwässerungsgebührensatzung und der Gebührenkalkulation, die vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet wurde.
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