„Abspeck-Weltmeister“ Torsten Prix lebt weiterhin seinen Traum

Von: Antonius Wolters
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Nachdem er sein Gewicht um gut 100 kg reduziert hatte, präsentierte er ein T-Shirt der Größe 8XL aus seinem „früheren Leben“. Am Dienstagabend ist der junge Mann aus Lamersdorf wieder bei RTL II zu sehen. Foto: Wolters

Lamersdorf. Bevor der Privatsender RTL II in die zweite Staffel seiner Reihe „Extrem schwer – Mein Weg in ein neues Leben“ startet, wird am Dienstag um 22.15 Uhr ein Spezial zur ersten Staffel von 2013 gesendet. Sechs Kandidaten halbierten innerhalb eines Jahres ihr Gewicht und gaben ihrem Leben eine neue Richtung.

In der Nachbetrachtung besucht der Sportwissenschaftler und Personal Trainer Felix Klemme die Protagonisten. Er möchte wissen, ob die Kandidaten ihr Gewicht gehalten haben und stellt sie ein letztes Mal auf den Prüfstand.

Mit von der Partie ist auch wieder Torsten Prix aus Lamersdorf, der mit einem Gewichtsverlust von mehr als 100 Kilogramm (von 220 auf 119 kg) das Paradebeispiel der ersten Staffel war. Der Abspeck-Erfolg des damals 25-Jährigen wog sogar noch einige Kilo schwerer, denn Prix hatte bereits beim Stand von 260 kg mit der Gewichtsreduzierung begonnen. Auf diese Weise gelang es ihm auch, die Größe seiner T-Shirts von 8XL auf XL zu schrumpfen. Und ein weiterer Effekt stellte sich bei dem jungen Mann ein: Je stärker bei Torsten Prix die Pfunde schwanden, desto größer wurde seine Lebensfreude.

So gelang dem jungen Mann der Absprung son seinen Eltern in Lamersdorf. Torsten hatte sich ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft in Bonn gesucht, wo er bis heute wohnt. „Das Verhältnis ist sehr viel besser geworden und entspannter, seit wir nicht mehr so eng aufeinandersitzen“, beschrieben der „Nestflüchter“ kurz nach dem Umzug die gewandelte Beziehung zu seinen Eltern, berichtete er seinerzeit unserer Zeitung.

Gleichzeitig begann Prix in Bonn eine Ausbildung zum Fitnesstrainer. Die ruht derzeit, nachdem Prix ein weiterer Wunsch erfüllt worden ist: RTL II hatte ihm abschließend versprochen, die Operationen zu bezahlen, die zum Straffen seiner ausgeleierten Haut notwendig waren. Das so genannte „Bodylifting“ für Bauch, Rücken, Brust, Oberschenkel und Arme ist im März vergangenen Jahres begonnen worden und war nicht ohne.

Nach der ersten Operation im März vergangenen Jahres war er für viereinhalb Monate krank geschrieben. Eine weitere OP ist fehlgeschlagen, so dass Torsten nach Komplikationen auf der Intensivstation wach wurde. „Zwei Tage später ging es mir aber wieder gut“, berichtet der „Abspeck-Weltmeister“, dem seinerzeit nach Ausstrahlung des Filmbeitrags von allen Seiten Respekt gezollt wurde.

Zweistellige Kilozahl muss warten

Glatt ging dagegen eine weitere Operation im November, von der sich Torsten inzwischen wieder erholt hat. Da er keinen Sport treiben durfte, war es für ihn auch schwierig, sein (reduziertes) Gewicht zu halten. Sein Ende 2013 geäußerter Wunsch, eine zweistellige Kilozahl zu erreichen, muss er deshalb noch verschieben, auch wenn er inzwischen T-Shirts in Größe L tragen kann.

Vor der finalen Operation, die noch nicht terminiert ist, möchte Torsten deshalb alles daran setzen, um wieder seine körperliche Topform zu erreichen. Auch wenn er bei seiner Ausbildung aus körperlichen Gründen derzeit pausiert, ist er seiner Mission treu geblieben, die für ihn fast wie Urlaub ist: Er arbeitet freiberuflich als Personal Trainer und Ernährungsberater und hält beispielsweise Vorträge bei Selbsthilfegruppen für Adipositas-Patienten über Ernährung und Motivation, wo er ein lebendes Beispiel dafür darstellt, was in Sachen Gewichtsreduzierung möglich ist.

„Ich lebe den Traum“, sagt Torsten Prix, der sich in seiner neuen Rolle sichtlich wohl fühlt. In der medialen „Nachsorge“ hat der Privatsender ihn in den vergangenen anderthalb Jahren auf seinem weiteren Weg mit der Kamera begleitet. So musste er vor der ersten OP einmal mehr auf die Waage, um dem Sender die Sicherheit zu geben, dass bei Prix kein Gewichts-Jojo- droht. Auch hat Torsten seinen engen Kontakt mit seinem Vorbild und Mentor Felix Klemme gepflegt, der ebenfalls in Bonn lebt.

Den Kandidaten der zweiten Staffel von „Extrem schwer – Mein Weg in ein neues Leben“ ruft er aus eigener Erfahrung zu: „Jeder Mensch sollte den Weg in ein schöneres Leben beschreiten.“

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