Abschied von den Rotariern: 16-Jährige kehrt nach Taiwan zurück

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Gereon Langen (v.l.), Roger Herzog und Prof. Dr. Bernd Klosterhalfen verabschieden Jenna. Foto: Günther Hamacher

Jülich. 16 Jahre ist sie jung, die kleine Lady, und schon in der Welt unterwegs. Chih Yi Chiang, genannt Jenna, kam am 20. August 2016 aus Taiwan nach Deutschland, um im Rahmen eines Schüleraustausches für ein Jahr die deutsche Kultur kennen zu lernen. Der Rotary Club Jülich mit seinem Jugenddienstleiter Roger Herzog hatte wie in jedem Jahr seine Austauschschülerin herzlich empfangen und über die Zeit fürsorglich begleitet.

Drei Elternpaare aus der Region, die Familie Appuhn, Familie Dreßen und Familie Rathmann hatten sich bereit erklärt, das junge Mädchen in ihre Obhut zu nehmen und ihr auf verschiedene Weise die deutsche Lebensart in einer Familie zu vermitteln. Im Gymnasium Haus Overbach lernte sie dann viele neue Menschen kennen und machte sehr schnell Fortschritte in der deutschen Sprache.

Vortrag in Deutsch

Im Laufe des Jahres hielt sie bei einem Rotary Meeting einen Vortrag in Deutsch über ihr Land, ihre Provinz Taipeh und ihre Stadt New Taipeh City. Dabei überzeugte sie die Rotarierinnen und Rotarier des Jülicher Clubs davon, dass sie sich voll integriert und die deutsche Sprache sehr schnell erlernt hatte.

Viele Erlebnisse boten ihr Schule und Gasteltern, aber auch sie selbst gab viel zurück. Die rotarische Betreuung Jennas über das Jahr wurde von den sogenannten Host Club Councellor Maren und Gereon Langen aus Jülich übernommen. Sie waren neben den Gasteltern die Ansprechpartner für alle Belange ihres Aufenthaltes. Nun ist die Zeit in Deutschland vorbei. „Das war das schönste Jahr in meinem Leben!“, war das Bekenntnis von Jenna aus Taiwan.

Ein fröhliches und intelligentes Mädchen kehrt nun wieder heim nach Taiwan – voller Eindrücke aus einer anderen Welt. Sie war eine gute Botschafterin ihres Landes und hat ihren Blick für anderen Welten geschärft. Sie hat gelernt, dass Frieden und Freundschaft in der Welt vor allem davon abhängen, dass man andere Länder und Kulturen kennenlernt, um die Vielfalt der Menschen zu begreifen und zu akzeptieren. Bildung und Abbau von Vorurteilen ist für die Jugend in der Welt der Schlüssel für eine internationale Solidarität der Menschheit.

Dies fördert Rotary weltweit vor allem mit seinem internationalen Schüleraustauschprogramm, das auch im Rotary Club Jülich jährlich organisiert und umgesetzt wird. Austauschschüler erweitern damit ihren persönlichen Horizont und ihr Potential durch die Entwicklung von Führungsqualitäten – Erlernen neuer Sprachen und Kulturen – Aufbau dauernder Freundschaften mit jungen Menschen aus aller Welt und Entwicklung einer globalen Sichtweise und Perspektive.

Neben den Jugendlichen, die aus dem Ausland zu uns kommen verbringen in jedem Jahr mehr als 650 Schüler aus Deutschland im Rahmen des Rotary-Austauschprogramms ein Jahr in einem von 30 Gastländern. Die Friedensarbeit von Rotary geht also weiter – das Rad Rotarys steht nicht still.

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