Jülich - Abschied von Alt-Pfarrer Esters

Abschied von Alt-Pfarrer Esters

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Die Pfarrgemeinde St. Franz Sales nimmt Abschied von Alt-Pfarrer Günter Esters. Unser Bild zeigt ihn inmitten von Kindern. Foto: Pfarre

Jülich. Die Pfarre von St. Franz Sales ist ihm zu Dank verpflichtet: Die Pfarrgemeinde St. Franz Sales nimmt Abschied von Alt-Pfarrer Günter Esters, der am Morgen des Karfreitags nach langer Krankheit verstorben ist. Am Samstag wird das Begräbnisamt um 10 Uhr in der St. Franz Sales Kirche gehalten.

Die Beisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt. Esters leitete die Gemeinde vomEnde 1980 bis zu seinem Ausscheiden am 1. Oktober 2006. Diese Aufgabe kann man sicher als sein Lebenswerk bezeichnen. Für die Hingabe, mit der er sein Amt versah, auch in schwierigen Situationen, ist ihm die Gemeinde zu großem Dank verpflichtet, erklären Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat.

Er war ein großer Freund der jüngsten Mitglieder unserer Gemeinde. Vom Kindergarten an kannte er jedes Kind mit Namen und wusste über seine Hobbys Bescheid. Die Kinder- und Familienmessen erfreuten sich großer Beliebtheit, wie die Zahl der Besucher zeigte.

Diese Verbundenheit war das Ergebnis seiner persönlichen Ansprache und der schriftlichen Einladungen zu den kirchlichen Festen und vielen Aktivitäten, blicken Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat zurück. Ungewöhnlich groß war jedes Jahr die Zahl der Sternsinger, der Kommunionkinder und der Jungen und Mädchen, die an der religiösen Woche der Kinder teilnahmen. Erwähnenswert ist auch, dass die Pfarre den einzigen Pfadfinderstamm im Raum Jülich beheimatet, für den Pfarrer Esters immer ein offenes Ohr hatte.

Auch zu den älteren Kindern und Jugendlichen, die häufig bis zum Ende ihrer Schulzeit als Messdiener, Küster und Lektoren zur Verfügung stehen oder in Kinder- oder Jugendchor mitwirken, hatte er ein gutes Verhältnis.

Seine Freude an der modernen Musik zeigte, wie jung er mit ihnen geblieben war. Das wurde auch sichtbar, wenn er sich beim Kinderfest, das als Pfarrfest gefeiert wird, unter die Leute mischte. Große Freude machte er den Kindern ebenso jedes Jahr mit einem Ausflug.

Der Verstorbene habe es auch verstanden, die erwachsenen Gemeindemitglieder anzusprechen und in die Gemeinde einzubinden. Entsprechend groß ist die Bereitschaft, bei den kirchlichen und sozialen Diensten in der Gemeinde mitzuarbeiten. Dies zeigt sich zum Beispiel im vielseitigen Angebot der Seniorenstube, das über die Pfarrgrenzen hinaus seit Jahren großen Anklang findet.

Die würdige Gestaltung der Gottesdienste durch Esters veranlasste auch viele fremde Gläubige, in die Kirche St. Franz Sales zu kommen. In seinen Predigten setzte er sich häufig kritisch mit den Zuständen in Kirche und Gesellschaft auseinander.

Ein Höhepunkt im Leben der Gemeinde ist die jährliche Religiöse Woche in der Fastenzeit, die wie die „Religowo” der Kinder auf seine Initiative zurückgeht.

Seine besondere Verehrung galt dem Pfarrpatron, dem heiligen Franz von Sales. Das Franz von Sales-Relief an der Außenseite der Kirche und das Relief der Sales-Madonna im Altarraum sind auf seine Veranlassung hin und aufgrund seiner Ideen entstanden.

Madonna-Hymmne

Auch die Hymne auf die Sales-Madonna stammt aus seiner Feder. Der Kontakt zum Pfarrpatron wurde vor allem durch die Wallfahrten nach Annecy gefestigt, die er alle zwei Jahre organisierte.

Esters habe, so unterstreichen Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat, auch das soziale Engagement für Menschen in Not gefördert. In Bonao unterstützte die Gemeinde finanziell eine Medikamentenstation.

Auch die sozial Benachteiligten im Umfeld der eigenen Pfarre lagen dem Verstorbenen am Herzen. Sie fühlten sich von ihm angenommen. So hat er auch die Beteiligung am Kopernikus-Straßenfest gefördert.

Für all dieses Engagement sei ihm die Gemeinde „ zutiefst dankbar”. Das Andenken an ihn solle dadurch gewahrt werden, dass das Gemeindeleben in seinem Sinne fortgeführt werde.
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