Koslar - Abschied op Kölsch

Abschied op Kölsch

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Abschied von „Kölscher Weihnacht” im de-Nickel-Schuppen: Ein zwölftes und letztes Mal beschenkt Heinz Thull die Menschen mit besinnlich/heiterer Mundart in der Vorweihnachtszeit. Foto: Jagodzinska

Koslar. Etwas Wehmut lag über der zwölften und letzten „Kölschen Weihnacht” im Rahmen der Weihnachtsausstellung im „de-Nickel-Schuppen”. Nach dem Tod Arno Schladers wird es dort keine Fortsetzung der beliebten Mundartveranstaltung mit Heinz Thull mehr geben.

Zahlreiche Besucher hatten es sich nicht nehmen lassen, ein letztes Mal in Schladers Werkstatt den besinnlich-heiteren, aber auch kritischen Texten und Liedern zum Thema „E Kind ess üch jebore” des Kölschlyrikers zu lauschen. Passend zur Stimmung ließ Thull sein Repertoire aus dieser Zeit Revue passieren.

„Sich Zeit zu nehmen”, während die Welt dank E-Werk „em Leechterjlanz” erstrahlt, lag ihm auch hier besonders am Herzen. So standen auf der Gitarre begleitete, musikalische Wünsche auf dem Programm, etwa „Ehr Kinder, kutt flöck herr” oder „Et strohlt de Welt em Leechterjlanz” von „Pimock” Henner Berzau. Den bekannten Refrain „Ich breng üch e püngelche Zick” sangen viele Besucher mit, die dem Mundartlyriker schon seit Jahren die Treue halten.

Zu den schönsten Gedichten und Erzählungen, die meisten davon aus eigener Feder, zählt „Och Engele sind mänchmol nor Minsche”. Thull beschreibt die Geburt Christi aus Sicht des Erzengels Gabriel, der Maria die Botschaft brachte und auch sonst vor der „Generalprobe” allerhand zu richten hatte.

Weil nach den Wünschen der gastgebenden Familie Schlader auch „etwas Heiterkeit zum Abend” gehören sollte, beschloss Thull das Abendprogramm mit einer Lachmuskel strapazierenden Erzählung von Jean Jenniches: „Der Nikolaus bei der Familije Quanz”, wo am Nikolausabend ein Missgeschick auf das andere folgt.

Kein Missgeschick waren sicherlich ein volles Dutzend „Kölsche Weihnachsabende”, die vielen Menschen in der Adventszeit Ruhe und Besinnlichkeit bescherten und nicht zuletzt einen beträchtlichen Spendenbeitrag zugunsten der Kinderhilfe in Moshi/Tansania einbrachten.
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