Rödingen - Abriss: Altes Feuerwehrhaus weicht einer neuen Arztpraxis

Abriss: Altes Feuerwehrhaus weicht einer neuen Arztpraxis

Von: ptj
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Das alte Spritzenhaus wird abgerissen, eine moderne allgemeinmedizinische Arztpraxis entsteht: Dort wird Dr. Stephan Holz (Bildmitte mit Gattin Katarzyna) voraussichtlich ab August 2016 praktizieren.

Rödingen. Auf Beschluss des Titzer Gemeinderates wurde das Grundstück mit dem alten „Spritzenhaus“ auf der „Hohe Straße“ in Rödingen vor wenigen Tagen an das Ehepaar Dr. Herbert Holz verkauft. Die Abrissarbeiten haben begonnen.

„Wegen der Abbruchhöhe werden die Vorarbeiten zum Abriss des Daches per Hand vorgenommen werden“, erklärten Marcel Eckert und Xhem Dervishi vom Heinsberger Bauunternehmen Frauenrath.

Der junge Architekt Olaf Zimmermann mit Sitz in der Rödinger Agricolastraße wurde mit den Planungen für ein neues Gebäude mit Räumen für eine moderne allgemeinmedizinische Praxis beauftragt, die Dr. Stephan Holz übernehmen wird. Vater und Sohn unterhalten zurzeit eine Doppelpraxis in der Beethovenstraße in Rödingen. Die Neueröffnung ist nach Bekunden Zimmermanns, der zum ersten Mal eine Arztpraxis entwirft, am 1. August 2016 geplant.

Flächen in Orten nutzen

Wie Dr. Herbert Holz auf Anfrage versicherte, denkt er noch lange nicht ans Aufhören. Dennoch ist mit dem Neubau der Behandlungsräume die gute medizinische Versorgung in der Landgemeinde durch Ärzte in Ameln, Müntz, Rödingen und Titz auch weiterhin gewährleistet. Bürgermeister Jürgen Frantzen sagte: „Das hier ist noch besser, noch zentraler und besonders wichtig im Rahmen der Daseinsfürsorge“, betonte er und setzte nach: „Unser Ziel ist es, nicht permanent auf der grünen Wiese zu bauen, sondern Flächen in den Innenbereichen der Dörfer zu finden wie in Müntz und auf dem Titzer Silo-Grundstück“.

Das alte Gerätehaus wurde im Juli 1949 für die 16 Mann starke „Freiwillige Feuerwehr Rödingen“ gebaut und im März 1950 fertiggestellt. Unter Leitung von Gerhard Ellinghoven waren die Blauröcke zuständig für Rödingen, Höllen, Bettenhoven und bis 1964 auch für Kalrath. Die Baukosten beliefern sich auf 17.600 DM.

Das Gerätehaus beinhaltet im Obergeschoss, über den beiden übergroßen garagenähnlichen Räumen mit dahinter liegenden Toiletten, eine Wohnung für den Gerätewart. Hintergrund dieser Maßnahme war, dass der 50-prozentige Zuschuss nur dann zur Auszahlung kam, wenn ein Feuerwehrmann zur Pflege der Gerätschaften die Wohnung im Haus erhielt.

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