Abenteuer im Indener „Samba-Moor”

Von: hfs.
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Wolgang Brammen an seinem Schreibtisch in Kiel: Der 68-Jährige verbrachte Jahre seiner Kindheit in Inden, seine damaligen Erlebnisse und die alten Örtlichkeiten finden sich nun in seinem neuen Roman wider. Foto: Privat

Inden. Auch wenn es verboten und gefährlich war, düster und feucht, dass „Samba-Moor” zog die Jungs magisch an. Fast täglich schlichen sich Wolfgang, Josef, Albert oder Hans-Dieter in das längst verschwundene Moor zwischen Inden und Lucherberg.

Und je tiefer sie sich hineinwagten, um so mehr bewegte sich der Boden unter ihren Füßen.

„Der Boden bewegte sich immer mehr unter uns, wie ein träges Meer”, erinnert sich Wolfgang Brammen an seine Kindheit. Dieses längst verschwundene Indener Moor spielt eine Schlüsselrolle in seinem Roman, den der jetzt in Kiel wohnende Schriftsteller nun veröffentlicht hat.

Im Roman stehen - die Handlung und die handelnden Personen sind frei erfunden - der Lucherberger See und insbesondere das Moor, das sich zu Brammens Kindheit (er wurde 1942 in Aldenhoven geboren, zog 1950 nach Inden) zwischen dem alten Inden und Lucherberg erstreckte, in weitestem Sinne Pate. „Die älteren Mitbürger aus Inden werden sich sicherlich noch an das Abenteuer erinnern, in den von Untiefen durchzogenen Lucherberger See zu steigen oder in das erwähnte Moor einzudringen, das gerade uns Jungen zum gefahrvollen Spiel magisch anzog”, erinnert sich Brammen noch recht gut an „eine sehr glückliche Kindheit.”

Wohnhaft in der Klappergasse 16 - die ist heute ebenso dem Braunkohletagebau gewichen wie das gesamte Alt-Inden - ging er zur Schule am Driesch. „Meine Lehrerin, die Frau Lenzen, habe ich immer hochverehrt, meine Lieblingsfächer waren Sport und Deutsch, und die Frau Lenzen hat mich immer dazu ermutigt, viel zu lesen.” Dies tat der junge Brammen auch, behielt dieses Hobby auch bei, als er später nach Kiel zog. Dort arbeitete der jetzt 68-Jährige als Prokurist bei einer großen Baufirma, ehe er im Jahre 2004 in den Ruhestand ging.

Sein neuer Roman „Wind, der übers Wasser streicht” bezieht mittelbar das alte Inden, Lucherberg und den Lucherberger See mit in die fiktive Handlung ein. Die Geschichte spielt in einem glutheißen Sommer, wochenlang will kein Regen fallen, Trockenheit breitet sich aus, wie es sie seit Jahr und Tag nicht mehr gab. Dumpf brütet die Hitze über dem entlegenen Gehöft der Amfelder, zu dem es Frederik bei der Suche nach einem Zimmer verschlägt.

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