Ab Dezember 2012 soll der Zug nach Heinsberg rollen

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Die Reaktivierung der Bahnstrecke Heinsberg - Lindern befindet sich „auf der Zielgeraden”. An Dezember 2012 soll der Zug rollen.

Dies erklärte Hans Joachim Sistenich, der Geschäftsführer sowohl des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) als auch des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR), auf der AVV-Verbandsversammlung in Heinsberg.

Auf der Verbandsversammlung kam auch der mögliche Lückenschluss zwischen Linnich und Lindern oder Linnich und Baal zur Sprache. Dieses Projekt stehe derzeit nicht im Infrastruktur-Finanzierungsplan des Landes, so Sistenich.

Eine Arbeitsgruppe habe sich neu konstituiert. Sie befasse sich mit strukturellen Rahmenbedingungen und ersten Überlegungen für ein Betriebskonzept. Es erfolge eine gutachterliche Begleitung. Mit dem Ergebnis solle dann ein neuer Anlauf im Landtag unternommen werden. Willi Paffen aus Heinsberg unterstrich in der Versammlung, dass gerade für die Fahrgäste aus Heinsberg, die nach Düren oder Köln wollten, eine Anbindung über Lindern nach Linnich wesentlich praktischer wäre als über Baal.

Was die Verbindung nach Heinsberg betrifft, so ist die Übertragung des Eigentums an Strecke und Infrastruktur von den Unternehmen der Deutschen Bahn (DB) auf die West Energie und Verkehr in Kürze geplant, so Sistenich.

Der Zweckverband NVR habe die sogenannte Bestellgarantie ausgelöst; damit ist klar, dass es auf jeden Fall 20 Jahre lang Schienenpersonennahverkehr auf dieser Strecke geben soll. Als Betreiber für die Infrastruktur ist die Rurtalbahn vorgesehen, im Stundentakt befahren werden soll die Strecke in den ersten Jahren von der DB. Sie soll ein Flügel der Regionalbahn 33 (Aachen - Duisburg) werden.

Das heißt, die aus Heinsberg kommenden Wagen werden in Lindern an die Züge in Richtung Aachen angekoppelt (und umgekehrt). Fahrgäste, die in und aus Richtung Mönchengladbach unterwegs sind, steigen in Lindern um. Die gesamte Strecke Heinsberg-Lindern soll elektrifiziert werden. Auf dem Abschnitt Oberbruch-Heinsberg müssen auf der alten Trasse die Gleise neu verlegt werden.
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