860 Friedensläufer setzen ein deutliches Zeichen

Von: ptj
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Rund 1000 Menschen stimmen sich auf dem Schulhof am Schulzentrum Linnicher Straße auf den dritten Jülicher Friedenslauf ein. Foto: Jagodzinska
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Eine Friedenstaube schwingt ihre Flügel: Gestalter sind Siebtklässler der Sekundarschule, die als viertes Hauptfach „Darstellung und Gestaltung“ gewählt hatten. Foto: Jagodzinska

Jülich. Als bewegende Veranstaltung erwies sich der 3. Jülicher Friedenslauf am Schulzentrum. Ein maßgeblich von der Sekundarschule liebevoll gestaltetes, gut halbstündiges Vorprogramm stimmte auf den eigentlichen Lauf ein. Rund 1000 Menschen, darunter insgesamt 860 Friedensläufer der Grund- und Hauptschule „Ruraue“ und der Sekundar- und Schirmerschule, hatten sich rund um die Bühne versammelt.

17 Darsteller aus dem siebten Jahrgang der Sekundarschule, die als viertes Hauptfach „Darstellung und Gestaltung“ ausgewählt hatten, zeigten die wunderschöne Choreographie einer schwarz-weißen Friedenstaube, die langsam ihre Flügel schlug. Mit rhythmischen Trommelwirbeln und einem Friedens-Rap stimmten weitere Sekundarschüler nun auf den Startschuss ein. Bürgermeister und Schirmherr Heinrich Stommel lobte die Schüler, die mit ihrem „Zeichen für die Gemeinsamkeit in der Welt einen fantastischen Beitrag leisten“.

Pfarrer i.R. Josef Jansen, gemeinsam mit Maria Schmelzer Organisator des Laufs, stellte seinerseits den Einsatz der Schüler heraus, die demonstrieren, „dass man sich auch in jungen Jahren für den Frieden einsetzen kann“. Heinz Wagner, Geschäftsführer des „Forum Ziviler Friedensdienst“, legte der Aktion unter anderem eine chinesische Weisheit von Laotse zugrunde: „Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt“. Passend dazu trugen die 860 Friedensläufer blaue T-Shirts mit der Aufschrift: „Schrittmacher für den Frieden“, in diverse Sprachen übersetzt. Zum abschließenden Warm-up leitete Robert Geuenich, Inhaber des Jülicher Gesundheits-Kompetenzzentrums „Power Point“ mit seinem Team an. Dann ertönten Gongs, Friedenstauben flogen gen Himmel, die Heidi Esser zum dritten Mal infolge zur Verfügung stellte, und die Läuferschar sprintete los.

Eine Runde für die älteren Läufer ab der fünften Klasse maß 1100 Meter und führte in das Wohngebiet an der Victor-Gollancz-Straße, die jüngeren Teilnehmer legten 700 Meter pro Runde rund um das Schulzentrum zurück. Für jede zurückgelegte Runde gab es einen Stempel, eine weitere Station wartete mit Äpfeln und Bananen zur Stärkung auf. Husky-Hündin Leila, die Hunde-Damen Lilly und Lisa, ein Bearded Collie und ein Altdeutscher Schäferhund begleiteten den Lauf. Die Spendengelder, die Sponsoren vorab zugesagt hatten, reichen von 50 Cent bis 10 Euro pro zurückgelegter Runde und kommen rund einer Million syrischer Flüchtlinge im Libanon zugute.

Dafür sorgen Friedens- und Konfliktfachkräfte des „Forum ziviler Friedensdienst“ vor allem auf der mehreren hundert Kilometer langen „Bekaaebene“ in den libanesischen Gebirgszügen entlang der syrischen Grenze. „Wir leisten keine humanitäre Hilfe, sondern unterstützen überforderte Kommunen zur Vermeidung eines weiteren Konfliktpotenzials“, so drückte es Heinz Wagner aus.

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