800 Zeichen der Menschlichkeit auf dem Marktplatz

Von: ul
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Der Schirmherr Thomas Rachel (rechts) entzündete gemeinsam mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Hospizdienstes die Kerzen auf dem Jülicher Marktplatz. Foto: Lottner

Jülich. Der Jülicher Marktplatz verwandelte sich am Samstag Abend in ein leuchtendes Lichtermeer: Über 800 Kerzen wurden im Rahmen der Aktion „Eine Million Sterne” entzündet, zu der das Hilfswerk der Deutschen Caritas aufgerufen hatte.

Bei Einbruch der Dunkelheit gab der Schirmherr der Aktion, Thomas Rachel, gemeinsam mit Lothar Frank, dem Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Region Düren-Jülich, das Lichterbild frei und entzündete die erste Kerze.

„Jede angezündete Kerze steht für einen Menschen in einer schwierigen Lebenslage”, erläuterte Thomas Rachel, der sich seit Jahren für den Hospizdienst einsetzt.

Und der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Jülich, Wolfgang Gunia, fügte hinzu: „Es ist eine schöne Idee, eine gute Idee.” Schon bald hatten Thomas Rachel und die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hospizdienstes Jülich sämtliche Kerzen entzündet, deren Schein eine besinnliche Atmosphäre verbreitete.

Stattliche Spendensumme

Nicht nur in Jülich wurde an diesem Abend ein Zeichen für die Menschlichkeit gesetzt. An der Aktion „Eine Million Sterne” beteiligten sich deutschlandweit insgesamt 48 Caritasverbände, Einrichtungen und Dienste und verwandelten die öffentlichen Plätze der Städte und Gemeinden in ein Lichtermeer.

Vor rund einer Woche erstrahlten bereits auf dem Kaiserplatz in Düren knapp 1100 Kerzen, um auf die Situation von schwer kranken und sterbenden Menschen aufmerksam zu machen. Mit den Spenden aus dem Kerzenverkauf unterstützt der Caritasverband für die Region Düren-Jülich die Arbeit des Ambulanten Caritas Hospizdienstes in Jülich, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen am Ende ihres Lebens zu begleiten.

Und die Summe, die zusammen gekommen ist, kann sich sehen lassen: Rund 4000 Euro wurden von den Jülichern gespendet. „Damit hatten wir nicht gerechnet”, freute sich die Hospizkoordinatorin Dagmar Amthor.

Das Geld wird nun zur Weiterbildung und Qualifizierung der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hospizdienstes verwendet. „Ich möchte Dich begleiten” war nur einer der besinnlichen Texte, die an diesem Samstag Abend von den ehrenamtlichen Mitarbeitern vorgelesen wurden, während die Jülicher in den Anblick der unzähligen Kerzen versunken waren.
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