72-Stunden-Aktion: Bischof begeistert von Jugendlichen

Von: Adi Zantis
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Gemeinsame Mittagspause mit dem Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff (4. v. l.): die Jugendlichen der Aldenhovener Aktion sowie Gemeindereferentin Petra Bungarten (3. v. l.), Bürgermeister Lothar Tertel (l.) und pfarrlichen Mitarbeitern. Foto: Zantis
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Auch an der Aldenhovener Martinuskirche war eine Jugendgruppe an den Außenanlagen im Aktionseinsatz. Foto: Zantis

Aldenhoven. Der Aachener Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff sprach bei seinem „außerordentlichen Besuch“ der 72-Stunden-Aktion in den Pfarreien des Altdekanates Aldenhoven „von einer Fülle bunter Ideen“. Für ihn war es „eine große Freude“.

Angesichts von 100 Jugendlichen, die sich aus den Gemeinden St. Martinus Aldenhoven, St. Nikolaus Schleiden, St. Johannes Siersdorf und St. Mauritius Freialdenhoven „an den Herausforderungen des Projektes mit einem sichtbaren Zeichen ihres Glaubens beteiligten“. Seine besondere Zuneigung bekundete der Aachener Oberhirte mit einer Unterschrift auf den einheitlichen T-Shirts und der Überreichung einer „Pausentorte“.

Die von Papst Franziskus gewürdigte und von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder als Schirmherrin getragene Aktion mit sozialen, ökologischen, interkulturellen wie auch politischen Themen bewirkt in erster Linie Solidarität, Kreativität und Know-how unter den Beteiligten.

Geradezu offensiv zeigten sich die eifrigen Mitstreiter in den einzelnen Aktionsgruppen. Nach einem gemeinsamen Frühstück im Pfarrheim Aldenhoven wurden dann mit großer Begeisterung die einzelnen Arbeitseinsätze angegangen.

Dazu gehörten ein Ausflug mit Bewohnern eines Aldenhovener Altenheims, das Anstreichen der evangelischen Pfarrkirche als Ausdruck von Ökumene und Ablehnung rechter Pöbeleien, das Herrichten von verwaisten Gräbern auf dem Aldenhovener Friedhof, das Anstreichen von Außenspielgeräten im Barbara-Kindergarten Aldenhoven, Johannes-Schule Siersdorf und Spielplatz Schleiden, die Neubepflanzung der Außenanlagen rund um den Martinusbrunnen sowie das Reinigen von Autoscheiben an der Shell-Tankstelle gegen einen geringen Obolus. Eine weitere Gruppe hat im Rahmen des Indeland-Triathlons noch einen Infostand betrieben.

Beispielhaftes Engagement

Mit der 72-Stunden-Aktion wurde das Engagement junger Menschen geradezu beispielhaft ins Licht der Öffentlichkeit gebracht. Mit dem Aktionstag entwickelte sich auch eine Förderung der Kooperation vor Ort. Viele Helfer aus Kirchen, aus der Kommune und Vereinen arbeiteten mit der katholischen Jugend zusammen. Nur so konnte die Umsetzung der 72-Stunden-Aktion in Aldenhoven gelingen.

Allen voran ist hier Gemeindereferentin Petra Bungarten zu nennen. Sie hat mit den eifrigen Mitarbeitern aus den Gremien der beteiligten Pfarreien den Stellenwert der Aktion beispielhaft ins Rampenlicht geführt. „Gibt es das heute noch?“, freute sich etwa ein Kunde über die mit einem Obolus verbundene „Reinigungsaktion“ an der Tankstelle. Angetan vom „Eifer und Einsatz“ der Jugendlichen zeigte sich auch ein Spender an der Martinus-Kirche: „Das muss man anerkennen und belohnen!“

Mit den unermüdlich tätigen Kräften freute sich auch das Aktions-Komitee über regionale Sponsoren sowie aus der lokalen Geschäftswelt. Auch der Rundfunksender „100,5 Das Hitradio“ hatte kostenlos Sendezeiten für die Jugendlichen bereitgestellt.

Alle aufgebrachten finanziellen Mittel werden für karitative Einrichtungen sowie für die Kinderkrebs-Klinik Aachen und dem Verein „hacienda arche noah“ zur Verfügung gestellt. Aus Sicht der Aldenhovener Aktivisten kann man die „72-Stunden-Aktion“ durchaus als beispielhaft für die katholische Jugendarbeit herausstellen: Mit 72 Stunden das Image der katholischen Kirche aufpolieren und die Welt ein bisschen besser machen. Hier leistete die katholische Jugend vor Ort einmal mehr einen Beitrag zur Verbesserung für das Ansehen der katholischen Kirche und der Region.

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