„60 Jahre Forschung“: Vom Hochtemperaturreaktor bis zum Supercomputer

Von: Kr.
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Bürgermeister Axel Fuchs (l.) und Karsten Beneke vom FZJ eröffneten die Ausstellung. „60 Jahre Forschung im Zentrum“. Foto: Kròl

Jülich. „60 Jahre Forschung im Zentrum“, lautet der Titel einer Ausstellung, die bis zum 4. April im kleinen Sitzungssaal des Neuen Rathauses in Jülich zu sehen ist. „60 Jahre Forschung in Jülich“, fügte Bürgermeister Axel Fuchs bei der Ausstellungseröffnung hinzu, die sich an eine Sitzung des Nachbarschaftsdialogs anschloss.

Auf den wissenschaftlichen Aspekt wollte er nicht eingehen, doch er hob die großen Vorteile hervor, die das Forschungszentrum für die Stadt brachte. Neben den vielen Arbeitsplätzen, die das FZJ der Region unter anderem beschert habe, habe es den Bürgern durch die zahlreichen Gäste aus aller Welt auch eine große Offenheit anderen Kulturen gegenüber gebracht.

„Das wurde deutlich, als 2015 so viele Gäste zu uns kamen und wir große Hilfe von den Bürgern erhielten. Das Fremde ist uns nicht fremd und das liegt auch am FZJ“, erklärte Fuchs. Er hoffte außerdem, dass die Ausstellung, die zum 60-jährigen Bestehen des Forschungszentrums konzipiert und zunächst im Düsseldorfer Landtag gezeigt wurde, viele Jülicher Bürger ins Rathaus ziehe, die die Gelegenheit nutzen wollen, noch einmal durch die Geschichte des FZJ zu wandern.

Karsten Beneke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des FZJ, sah das Jülicher Rathaus als guten Platz an. „Die Ausstellung ist da, wo sie hingehört und genau zum richtige Zeitpunkt“, fand er und erinnerte daran, dass zwar 1956 der politische Entschluss für eine große Forschungseinrichtung gefällt wurde, aber 1957 die Entscheidung für Jülich fiel.

Er erinnerte an viele große Namen, wie Leo Brandt, Karl Arnold, den Jülicher Landrat Wilhelm Johnen und etliche andere, die den Bau des Forschungszentrums, damals noch als Kernforschungsanlage, mit dem Ziel vorantrieben, die Kernenergie künftig friedlich zu nutzen.

Umdenken in den 80er Jahren

In den 80er Jahren kam es dann zu einem Umdenken nach den Katastrophen von Harrisburg und Tschernobyl. „Meile“ hieß das Schlagwort und es stand für Materie, Energie, Information, Leben und Erde, an denen nun in Jülich mit Nachdruck geforscht wird. Breit aufgestellt ist die Forschung mittlerweile im FZJ, wie die drei großen Schautafeln beweisen, die einen Spaziergang durch die Zeitgeschichte von 1956 bis 2016 möglich machen und die Arbeiten am Hochtemperaturreaktor ebenso darstellen wie am Supercomputer. Beneke hoffte ebenfalls, dass die Ausstellung möglichst vielen Bürgern Einblick in die Arbeit des FZJ gebe und bot Schulklassen und Gruppen auch Sonderführungen an.

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