Jülich - 58 verpackte Wünsche

58 verpackte Wünsche

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Laura Jenkner, Marion Wichmann, Sonja Jenkner und Pfarrer Günter Pilger (von rechts) bei der Geschenkausgabe im Dietrich-Bonhoeffer-Haus.

Jülich. „Fröhliche Weihnacht überall“: Der Sinn des heiligen Festes liegt darin, einander Liebe zu schenken und diese so weiter zu verbreiten. Zu zeigen, wie sehr der Wert jedes einzelnen Menschen geschätzt wird. Am einfachsten geht dies mit einem passenden Geschenk.

Damit auch diejenigen nicht völlig zu kurz kommen, die kaum die Möglichkeit haben, andere oder sich selbst zu beschenken, hat die evangelische Kirchengemeinde Jülich erstmalig die Aktion „Weihnachtswunschbaum“ ins Leben gerufen zusätzlich zu der seit Jahren bestehenden Bescherung mit Lebensmittelpaketen. Dadurch können viele Menschen anderen einen solchen Wunsch erfüllen.

58 Päckchen und Pakete sowie elf Lebensmittelpakete und zehn Weihnachtstüten sind so im Dietrich-Bonhoeffer-Haus zusammen gekommen. Liebevoll in Geschenkpapier verhüllt sind Wünsche wie eine Babydecke, Matchboxautos, eine Holzeisenbahn, ein Fußball, eine Zimmerpflanze, eine DVD, Köpfhörer oder ein Buch. Auch ein Tankgutschein ist dabei, denn ein Bruder möchte zum Fest seine Schwester besuchen, aber beide leben an unterschiedlichen Orten, seit sich die Eltern voneinander getrennt haben.

Seit dieser Woche können die Geschenke von den Beschenkten abgeholt werden. Manch Beschenkter hat bereits die für ihn bestimmte Gabe in Empfang genommen, unter anderem mit Weihnachtsmützchen passend gekleidet.

Weitere 20 Tüten überbringt Laura Jenkner im Auftrag der Seniorenweihnacht der evangelischen Kirchengemeinde an ihre Arbeitsstelle in der Forensik der LVR-Klinik Düren. Die Beschenkten wiederum bedanken sich mit selbst gebasteltem Spielzeug wie Reckturner, Raben oder Elchen sowie Fotoständerblumen bei ihren Gönnern.

Auch Pfarrer Günter Pilger, Seelsorger an der JVA (Jugendvollzugsanstalt) Heinsberg, hat beim Bonhoeffer-Haus vorbeigeschaut und Päckchen für seine „Schäfchen“ empfangen. Denn auch unter den Jugendlichen sind zahlreiche, die nur sehr selten oder überhaupt keinen Besuch erhalten. Deshalb sind auch sie sehr dankbar darüber, wenn jemand an sie denkt, ganz nach dem Bibelspruch aus Matthäus 25,36 „Ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht.“

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