500 Jülicher sammeln den Dreck anderer

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Bauhofmitarbeiter Hubert Außem und Willi Opladen sammelten die gefüllten Säcke zur Entsorgung ein. Foto: Kròl

Jülich. Bürger hatten die Aktion vor einigen Jahren angeregt, und der Stadtrat griff die Idee des Großreinemachens in den Jülicher Straßen und Grünanlagen auf. Nun hatte die Stadt wieder zum Frühjahrsputz aufgerufen und war von 500 Personen erhört worden.

Um nicht mit dem Umweltschutz in Konflikt zu kommen, war der Termin auf das letzte Wochenende im Februar gelegt worden. Es war allerdings gar kein Wetter, um Frühjahrsputz zu halten, dennoch sah man überall in der Stadt und den umliegenden Orten Menschen, die mit Greifzange, Handschuhen und Müllsäcken dem Unrat zu Leibe rückten.

Es ist erstaunlich, was bei solchen Gelegenheiten ans Tageslicht kommt. So hatte Franzl Ringelmann, der allein den Straßenrand der Kurfürstenstraße säuberte, neben eineinhalb Müllsäcken mit Kleinkram auch einen Drucker gefunden. Vier Stunden war er unterwegs und meinte schmunzelnd: „Ich hatte einen guten Stundenlohn. Ich habe für drei Euro Pfandflaschen gefunden.”

Er sah sich bei dieser Aktion in die Pflicht genommen, denn schon lange hält das Straßenbild seiner Heimatstadt für nicht besonders sauber. „Man kann schließlich nicht immer nur meckern. Man muss auch selbst was tun”, findet er. Ähnlich sieht das auch Claus Hinrich Neuenhoff, der gemeinsam mit Ehefrau Ilka in Daubenrath aufräumte. Für ihn als Ortsvorsteher ist das eine Selbstverständlichkeit.

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