Jülich - 50 Jahre Enrichment Technology am Standort Jülich gefeiert

50 Jahre Enrichment Technology am Standort Jülich gefeiert

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
7891433.jpg
Dr. Andreas Scholz, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung, fächerte bei der Festveranstaltung im Design-Studio des Unternehmens die 50-jährige Geschichte des Technologiestandortes Jülich von der Gründung als GKT bis zu Enrichment Technology auf. Foto: Wolters

Jülich. Dass Jülich seit der Römerzeit vor 2000 Jahren vom technologischen Fortschritt geprägt ist und seither damit und davon gut lebt, streute Reinhars Hinterreither, Konzernchef von Enrichment Technology, beinahe beiläufig in seine Ansprache bei der Festveranstaltung zur 50-Jahr-Feier des Standortes Jülich ein.

Letztlich habe sich die Gaszentrifugen-Technologie bei der Urananreicherung, die zu 60 bis 70 Prozent aus Jülich stammt, beim Technologieführer Enrichment durchgesetzt.

Da Englisch die Verkehrssprache in dem multinationalen Konzern ist, trug auch Bürgermeister Heinrich Stommel seine Ansprache auf Englisch vor. Er blätterte die Erfolgsgeschichte des Unternehmens auf, das seit 1964 unter verschiedenen Namen im Stetternicher Staatsforst angesiedelt ist und bestens zur modernen Forschungsstadt Jülich passt. Stommel erinnerte zudem an die Zeiten, als das Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten zu den größten Jülicher Betrieben zählte und ist froh, dass trotz aller Reduzierungen der Standort Jülich mit Forschung, Entwicklung und Produktion erhalten bleibt.

Von der Gründung 1964 als Gesellschaft für Kernverfahrenstechnik (GKT) über die Uranit GmbH (1969) und Urenco Deutschland (1993) bis zu Enrichment Technology spannte Dr. Andreas Scholz, Leiter Forschung und Entwicklung, anhand technischer Meilensteine und historischer Bilder vom Standort den Bogen der Unternehmensgeschichte, eingebettet in bedeutende Entwicklungen auf der Welt.

Dr. Thomas Lehle aus dem Bundeswirtschaftsministerium erinnerte daran, dass sich aus der staatlich finanzierten Forschungseinrichtung in 50 Jahren ein internationaler Konzern entwickelt habe, wobei der Standort Jülich „einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg geleistet hat“. Neben den Gaszen-trifugen als führender Technologie betonte der Gast aus Berlin die Aspekte Sicherheit und vertraglich geregelte nukleare Nichtverbreitung als wichtige Grundpfeiler, die der „verlässliche Partner“ seit mehr als 40 Jahren einhalte.

Am Ende der Festveranstaltung, zu der nur geladene Gäste Zutritt hatten, dankte Standortleiter Roy Ketting Olivier unter anderem dem Pasqualini-Quartett für die Musikbeiträge.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert