45 Fahrer trotzen dem Mistwetter und radeln für den guten Zweck

Von: Kr.
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25Radler und Radlerinnen machten den Anfang. Sie wollten alle möglichst lange durchhalten. Foto: Kròl
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Auch die sechsjährige Merle ging mit ihrem Opa an den Start. Foto: Kròl

Jülich. Es scheint so, als wäre der Wettergott dem SC Jülich 1910/97 nicht wohl gesonnen. Immer wenn sich die Fußballer für einen guten Zweck engagieren, schickt er dicke Regenwolken. Und so war es auch in diesem Jahr.

Die Zehner hatten mit viel Engagement und Arbeit eine 24 Stunden-Radtrophy zugunsten des Bundesverbandes Kinder Hospizdienst, dem Verein „Pänz met Hätz“ und der Kindertagesstätte „Steppke“ Hasselsweiler organisiert. Kaum gingen die ersten Radler am Freitagnachmittag an den Start, öffneten sich auch die Regenschleusen.

Es war wirklich keine Freude, bei diesem Wetter auf dem Rad zu sitzen. Dennoch kamen insgesamt 45 Fahrer im Alter zwischen 2 ½ und 82 Jahren und legten im Laufe der 24 Stunden 2000 Kilometer auf der Strecke rund ums Karl Knipprath Stadion zurück. Jeder gefahrene Kilometer wurde mit 50 Cent abgerechnet, so dass rund herum 1000 Euro in die Kasse kamen. Trotz des schlechten Wetters wurde so manche persönliche Bestleistung gefahren, wobei nicht die Geschwindigkeit, sondern die Zahl der gefahrenen Kilometer ausschlaggebend war. Da war beispielsweise die sechsjährige Merle. Sie war mit ihrem Opa gekommen und fuhr mit Unterbrechungen über 30 Kilometer. Ein Viererteam hatte Holz-Tirtey ins Rennen geschickt und sie gingen mit dem guten Vorsatz an den Start, es für Chef und Arbeitskollegen möglichst teuer zu machen.

Dies hatten sich auch Christian Herzog und Rebecca Förster vorgenommen, die als Einzelfahrer 24 Stunden durchfahren wollten und von ihrem Arbeitgeber Intrabit gesponsert wurden. Aufgrund einer heranziehenden Erkältung musste Rebecca Förster am Morgen aufgeben, doch ihr Partner hielt durch und hatte zum Ende der Veranstaltung 453 Kilometer mehr auf dem Tacho.

Nicht ganz 24 Stunden saß er im Sattel, da aufgrund des schlechten Wetters die Veranstaltung etwas früher abgebrochen wurde. Die Nacht durchgehalten hatte auch Balthasar Klems. Als Ruheständler ist er viel mit dem Rad unterwegs und fuhr sogar schon von Jülich den Jakobsweg bis Santiago de Compostela. Für sich wollte er fahren, sich einfach einmal dieser Herausforderung stellen und sehen, wie weit die Kräfte reichen. Überhaupt gingen die Fahrer und Fahrerinnen, unbeeindruckt vom schlechten Wetter, hochmotiviert an den Start und gaben allesamt ihr Bestes.

Enttäuscht waren die beiden Organisatoren Sabine und Michael Meyen und ihr Helferteam dennoch. Bei schönem Wetter wären sicherlich viel mehr Radler und Radlerinnen gekommen. Tribut musste dem schlechten Wetter auch das Rahmenprogramm zollen.

Die Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz, Sabine Kraft, hatte die Schirmherrschaft über die Trophy übernommen und eine Reihe Künstler für das Rahmenprogramm mitgebracht. Leider blieben aber die Zuschauer aus und auch die aktiven Teilnehmer wollten, nachdem sie ihre Runden absolviert hatten, nur noch unter eine heiße Dusche.

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