31 Jahre nach Trennung: Neustart für die Nervous Germans

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Mit ihrem eigens eingeprobten Akustikset landeten die „Nervous Germans“ einen echten NoiseLess-Hit im Bonhoeffer-Haus. Foto: Christian Goerke

Jülich. Es war ein ungewöhnlicher Abend auf der NoiseLess-Bühne im Jülicher Bonhoeffer-Haus. Mit Spannung erwartet von den auch zahlreich angereisten Fans der ersten Stunde begann die in den frühen 1980er Jahren in Aachen gegründete Band um Sänger Grant Stevens und Bassist Miki Meuser ihr akustisches Experiment unterstützt von alten Weggefährten aus Aachen.

Das „unplugged“ Programm wurde eigens nach der Einladung zum NoiseLess Konzert einstudiert und vorab in kleinen Berliner Open Stage Clubs ausprobiert.

Bassist Miki Meuser erzählte lachend vom letzten Auftritt und Auflösung der Band vor fast genau 31 Jahren ebenfalls in Jülich – damals bei einem Festival auf dem heutigen Gelände des Brückenkopf-Parks. Erst 2012 reformierte er die Band in Berlin mit Sänger Grant Stevens, erweitert um den Gitarristen Gery Schmalzl und Drummerin Sabine Ahlbrecht, die an diesem Abend krankheitsbedingt nicht an Bord war.

Untätig waren die beiden kreativen Köpfe jedoch nie. Als Filmmusikkomponist, Vocal Coach, Musiker und Texter sind beide tätig unter anderem für Die Ärzte, Unheilig, Daniel Graig, Heike Makatsch, Bettina Wegener, Ina Deter, Ideal, Silly oder Ben Becker.

Evergreens

Eigens für diesen Auftritt aus Berlin angereist wurden als Premiere alte (New Wave) und neue (Rock) Songs erstmals in ein neues akustisches Gewand gepackt. Mit „Getting better“ und „These boots are made for walking“ (gesungen von Virginia Lisken) wurden Klassiker der „Frühzeit“ neu interpretiert. Vom aktuellen Album „Volatile“ wurden unter anderem „Yeah, yeah“, „Shock of the new“, „Berlin’s burning“, „I spy for love“ oder Barry Ryans Hit „Eloise“ dargeboten. Melancholisch, getragen kam „The new Jerusalem“ daher, aus der Nachfolgeband der „Nervous Germans“ ,dem Projekt „The window speaks“. Ein Vorgeschmack auf das in Kürze erscheinende neue Album „From Prussia with Love“ erklang mit Superstars (and Superheroes), ein Song mit veritablem Hitpotential.

Der Aachener Musiker Alex Londner unterstützte die Band beim Song „ Yeah, yeah“ mit seiner Blues Harp, die Jazz- und Rocksängerin Andrea Porten, die mit Grant Stevens in den 1990er Jahren in der vielbeachteten Band Noble Creed spielte, beim Song „ I Spy for Love“. Gastgeberin Virginia Lisken bot ein gefühlvolles Duett mit Grant Stevens bei einem Glas „Summer Wine“ unter rhythmisch er Begleitung von Jo Lisken am Cajon.

Es bedurfte gleich mehrerer Zugaben, bevor die Band von einem begeisterten Publikum von der Bühne entlassen wurde und Bassist Miki Meuser versicherte, spätestens 2016 nochmals die NoiseLess Bühne entern zu wollen.

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