„3. Kleine Nacht der Wissenschaft” zum Thema Demenz

Von: -vpu-
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Jülich. Die dritte Auflage der „Kleinen Nacht der Wissenschaft” hat am Freitag, 23. September, ein großes Thema, das die Gesellschaft zunehmend beschäftigt: Demenz.

Die gemeinsame Veranstaltung des Forschungszentrums Jülich und unserer Zeitung bleibt bei der bewährten Mischung: Im großen Saal des Kulturbahnhofs wird zunächst ein in Inhalt oder Darstellung ungewöhnlicher Film gezeigt, danach sprechen hochkarätige Experten über die in diesem Fall buchstäblich „vergessene Welt” sowie den aktuellen Stand der Forschung, bei der Jülich eine wichtige Rolle spielt. Und das wie immer bei freiem Eintritt.

Der Film, der am 23. September zu sehen sein wird, ist diesmal kürzer als sonst, hat es aber in sich: „Der Tag, der in der Handtasche verschwand” ist mehrfach ausgezeichnet (unter anderem mit dem Grimme-Preis), 45 Minuten lang und stammt aus dem Jahr 2000. Marion Kainz, die Macherin dieses beeindruckenden Streifens, hat die an Demenz erkrankte Frau Mauerhoff vier Monate lang mit ihrer Handkamera im Heimalltag in Duisburg begleitet. Mit der gebotenen Distanz und dennoch einfühlsam wird das Leben der Hauptdarstellerin dokumentiert, die sich bruchstückhaft an das Vergangene zu erinnern versucht. Und nebenbei kann der Betrachter unverfälscht dem Leben in einem Pflegeheim beiwohnen.

Die Vorführung im Kulturbahnhof beginnt um 18 Uhr. Danach haben Experten das Wort, die sich aus ganz verschiedenen Richtungen der Demenz und vor allem der Demenzforschung nähern. So gilt Prof. Gereon Fink als eine der Kapazitäten auf diesem Gebiet, der in Jülich forscht und über neue Ergebnisse wie auch Behandlungsstrategien sprechen kann. Prof. Sebastian M. Schmidt vertritt den Vorstand des FZJ und zeigt auf, wie die Einrichtung im Stetternicher Forst auch in Zukunft günstige Bedingungen für die Hirnforschung schafft. Prof. Dieter Sturma ist Leiter des Instituts für Ethik in den Neurowissenschaften. Er hat vor kurzem einen Beitrag mit dem Titel „Ethische Überlegungen zum Umgang mit demenziell erkrankten Personen” veröffentlicht. Außerdem ist Dr. Klaus-Maria Perrar als Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft im Kreis Düren kompetenter Ansprechpartner der Moderatorin des Abends: Helga Hermanns, TV-, Hörfunk- und Zeitungsjournalistin.

Bei der Diskussionsrunde werden auch Fragen aus dem Publikum möglich sein.
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