25. Weihefest in Kirche der Jülicher Umsiedler

Von: ptj
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Großer Einzug zum 25. Kirchweihfest von St. Andreas und Matthias Lich-Steinstraß. Foto: Jagodzinska

Lich-Steinstraß. „Mit dem Engagement so vieler hat es geklappt. Das Haus ist zum Jubiläum fertig geworden.“ Propst Josef Wolff begrüßte die vielen Gläubigen in St. Andreas und Matthias in Lich-Steinstraß zum 25. Kirchweihfest und erinnerte an die Sanierung.

Er feierte Eucharistie in Konzelebration mit Vorgänger, Pfarrer i.R. Heinrich Bongard, der das moderne Gotteshaus am 18. September 1988 eingeweiht hatte, und mit Diakon Arnold Hecker.

Schon vor Messbeginn hatte der Jugendchor Soluna mit neuem geistlichen Liedgut auf die Feier eingestimmt. Glaubensfroh begleitete er die ebenfalls modernen Messgesänge. „Wir brauchen Plätze, wo wir uns versammeln, zum Gebet, zur Feier von Gottesdienst und Messopfer.“ Diesen Gedanken von Propst Wolff nahm Heinrich Bongard in seiner Predigt wieder auf. Ihm lag vor 25 Jahren daran, das Projekt voranzutreiben, obwohl in Jülich genug Kirchen und Kapellen zur Verfügung standen. Denn: „Die Lich-Steinstraßer hatten so viel verloren, was ihrem Leben Struktur gab.“ Bongard blickte zurück auf „das große Fest“, bei dem auch die 36 Firmen vertreten waren, die am Bau des heutigen Gemeindezentrums beteiligt waren. Er erinnerte an den Architektenwettbewerb und die Kunstkommission, die sich für das Modell von Professor Heinz Böhmen aus Mönchengladbach entschieden hatte.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 19. September 1986. Weil „viele der alten Kirche nachtrauerten“, wurden einige Elemente auf das neue Gotteshaus übertragen: Das Gewände des alten Turms mit seinem Blaustein und dem Chronogramm „Deo sacer locus venite jubilemus“ (Ein Gott geweihter Ort, kommt, lasset uns jubeln) und dem Zahlenwert der römischen Ziffern 1823, das Jahr, in dem der Turm gebaut wurde. Übertragen wurden zudem vier Glocken aus Steinstraß, zwei Weihwasserbecken und ein alter Taufstein aus 1806 im Seitentrakt. Zur Ausstattung der alten Kirche zählten unter anderem auch alle Kirchenbänke, der „ausdrucksstarke Corpus“ direkt über dem Altar, die Doppelmadonna hinten in der Kirche, die kleine Antonius-Statue und das Holzrelief mit dem heiligen Hermann-Josef von Steinfeld.

„Hier fehlen noch die Apostel Andreas und Matthias, die in der alten Kirche gestohlen worden waren, leider auch das Turmkreuz und der Hahn“, bedauerte Bongard. Im Anschluss ging er der „wichtigen Frage der Ausgestaltung dieser neuen Kirche“ nach: Die Wasserwellen auf dem Altar stellen die Quellen des Lebens dar, die Zweige mit Apfel auf dem Ambo kommen dem Baum der Erkenntnis nahe. Das Tabernakel mit seiner goldenen Tür stehe für seinen ganz wertvollen Inhalt, den Leib Christi. Heute immer noch ein Stein des Anstoßes sei das „große und wuchtige Opferlamm“, Bildmotiv im Altarhintergrund, dessen Blut in einen Kelch aus modernem Metall fließt. Bongard verteidigte das Bild. Christus, der freiwillig den Kreuzestod zum Heil der Menschen auf sich nahm, sei kein Lämmchen. Detailliert ging der Priester auf die Bedeutung der „modernen neuen Fenster“ von Glasmaler Hubert Spierling ein. Die Gemeinde ermunterte er, das Gotteshaus „mit Leben zu füllen“, denn nur so lange habe es Bestand. Diesen Faden nahm auch Küster Ingermann auf, der die Gemeinde um neue Impulse und ihr Mittun bat, denn: „Wir möchten unsere Kirche wieder mehr mit Leben füllen.“ Neben vorgeschlagenen Rosenkranzandachten ging es ihm auch um diverse Neugestaltungen wie einen Kreuzweg.

Den Segen spendete Wolff mit der alten Heiligenmonstranz der Pfarrpatrone Andreas und Matthias. „Bleibet hier in Frieden“, lud Diakon Hecker abschließend zum gemeinsamen Austausch ein.

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