Jülich - 2,4 Millionen werden im Forschungszentrum verbaut

2,4 Millionen werden im Forschungszentrum verbaut

Von: gep
Letzte Aktualisierung:
rachel pt juelich bild
Der Forschungsträger Jülich (FTJ) erhält ein neues Gebäude: Im Bild (v.l.) PTJ-Leiter Ulrich Schlüter, Staatssekretär Thomas Rachel und FZJ-Bauchef Jens Kuchenbecker. Rechts die alte PTJ-Baracke. Foto: gep

Jülich. Der Projektträger Jülich (PTJ) im Forschungszentrum Jülich (FZJ), der die Förderprojekte u.a. des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) begutachtet und betreut, erhält ein neues Gebäude für 2,4 Millionen Euro, die der Bund zahlt.

Es wird dann 80 Mitarbeitern des PTJ „topmoderne Räumlichkeiten” bieten. Das sagte der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Thomas Rachel, am Freitag. Der Neubau ersetzt eine Baracke aus den 50er Jahren. „Es wird investiert in Jülich”, unterstrich der Dürener. Wie Jens Kuchenbecher, Chef des Gebäudemanagements im FZJ, erläuterte, wird das dreigeschossige Gebäude auf 1400 Quadratmetern Platz für etwa 90 Mitarbeiter bieten. Die Front besteht aus vorgehängten Alu-Fassade. Der Bau erfüllt (selbstverständlich) die Anforderungen der Energiesparverordnung, doch ist, so Kuchenbecher, noch der Bau einer eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach geplant.

Zugleich verwies Rachel auf einen „erheblichen Aufwuchs an Arbeitsplätzen”. Der PTJ beschäftigt heute in Jülich knapp 60 Mitarbeiter mehr als 2007. Damit sind es knapp 300, mit den Nebenstandorten Berlin und Warnemünde insgesamt 540.

Eine „zentrale Rolle” (Rachel) spielt das FTJ bei der Umsetzung des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität. „Allein die in Jülich koordinierten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die das BMBF zur Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien sowie der chemischen Grundlagen für Hybrid- und Elektroautos fördert, haben ein Fördermittelbudget von 80 Millionen Euro”, erklärte der Staatssekretär. „Der Projektträger Jülich vergibt diese Mittel in unserem Auftrag im Rahmen der so genannten Projektförderung, neben der institutionellen Förderung das zweite wichtige Instrument der Forschungsförderung in Deutschland.”

Rachel räumte ein, dass Wissenschaft und Wirtschaft den Trend zum Elektroantrieb „teilweise verschlafen” hätten. So hätten sich sich die Lehrstühle für Elektrochemie auf den Korrosionsschutz konzentriert. 2007 habe die Bundesregierung zur Aufholjagd geblasen - mit dem Ergebnis, dass die Bundesrepublik heute „mit Asien konkurrenzfähig sei”.

Wie Gerd Schumacher vom FTJ ergänzte, konzentrieren sich die Batterieforscher auf die Lithium-Ionen-Technologie, die „am aussichtsreichsten” sei, leistungsfähige Materialien für neuartige und sichere Stromspeicher zu entwickeln. Dafür stehen aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung 35 Millionen zur Verfüging.

Der Projektträger betreute für das BMBF 2009 Fördermittel von 550 Millionen Euro. Das Gesamtbudget umfasste 909 Millionen.

Gegenüber der FTJ-Baugrube entsteht derzeit das PET-Zentrum, ein zweigeschossiger Bau für den Positronen-Emissions-Tomografen (PET), mit dem die FZJ-Mediziner neue Verfahren zur Diagnose und Therapie neurologischer Hirnerkrankungen entwickeln wollen. Die reinen Baukosten beziffert Kuchenbecher mit etwa 16 Millionen Euro.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert