Jülich - 24. Forum Medizin: „Strategien zur Eigenständigkeit“ im Alter entwickeln

24. Forum Medizin: „Strategien zur Eigenständigkeit“ im Alter entwickeln

Von: ojo
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Ergotherapeutin Eva-Maria Fürsattel
Eva-Maria Fürsattel ist Ergotherapeutin. Sie macht mobil. Foto: Jonel

Jülich. Planvolles Handeln, das Vorbereiten auf das Alter und die damit eventuell verbundenen Beeinträchtigungen, zieht sich wie ein zarter roter Faden durch das Thema des 24. Forums Medizin am Donnerstagabend ab 19 Uhr in der Schlosskapelle (Eintritt frei). Ein besonderer Akzent liegt dabei auf dem Sicherheitsaspekt.

Dem widmet sich im Besonderen Eva-Maria Fürsattel. Die Ergotherapeutin aus Jülich zielt auf einen schnell zu unterschätzenden Lebensbereich: das häusliche Umfeld. Es geht darum, „Strategien zur Eigenständigkeit“ im Alter zu entwickeln, muss man in den eigenen vier Wänden beginnen.

Zur „Optimierung des häuslichen Umfelds“ bedarf es nicht umfangreicher (baulicher) Maßnahmen oder umwälzender Veränderung der Lebensweise. „Man sollte darauf achten. festes Schuhwerk zu tragen“, ist ein simpler Ratschlag. Fester Schuh gibt sicheren Halt, eine ganz wichtige Voraussetzung, beispielsweise einen folgenschweren Sturz zu vermeiden. Auch unter der Schuhsohle sollte das Risikopotenzial verringert werden. Keine Teppiche und keine Kabel, über die man stolpern könnte, rät Eva-Maria Fürsattel.

Hemmnisse und Hindernisse abzubauen, ist die eine Seite der Medaille, Erleichterung zu schaffen, die andere. Zusätzliche Haltegriffe, etwa im Badezimmer, fallen in letztere Kategorie. Sie erleichtern den im Alter nicht unproblematischen Wannenein- oder -ausstieg.

Und eine Greifzange kann das tiefe Bücken überflüssig machen. „Ganz wichtig ist die Beleuchtung“, betont die Ergotherapeutin. Denn eine gute Sicht erhöht das Sicherheitsgefühl. Dass die Brille nicht nur Nasenreiter sein darf, sondern mit der aktuell notwendigen Gläserstärke für den klaren Durchblick sorgt, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Wenn das Gehen Probleme bereitet, ist der Rollator ein häufiges Hilfsmittel. Aber, mahnt Eva-Maria Fürsattel, der Umgang mit der Stütze auf Rädern will gelernt sein. Denn der Rollator ist keine absolute Versicherung gegen Stürze. Der Erhalt der Beweglichkeit, zu dem Sport im altersentsprechenden Maße einen wichtigen Beitrag leistet, dient nicht nur der körperlichen Gesundheit. Der mobile Mensch kann teilhaben am gesellschaftlichen Leben und Kontakte pflegen.

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