200 Seiten über den verschwundenen Ort Langweiler

Von: Adi Zantis
Letzte Aktualisierung:
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Stolz präsentiert der Jülicher Peter Kranen seinen 200seitigen Band „Leben-Erinnerungen“ über seinen ehemaligen Geburts- und Heimatort Langweiler. Foto: Zantis

Jülich. Seit 1969 ist Peter Kranen Jülicher Bürger und hatte sich auch in beruflicher Hinsicht als Personalleiter der Dürener Sparkasse im Bereich der Rurstadt vielseitig engagiert. Für den heute 86-jährigen Senior ist aber die Erinnerung an seinen Geburts- und Heimatort Langweiler immer ein besonderes Anliegen geblieben.

Um diesen auch heute noch bewegenden Lebensabschnitt für die Nachwelt zu erhalten, hat Peter Kranen in geradezu mühsamer Kleinarbeit mit intensiven Recherchen „Erlebnisse und Ereignisse in acht Jahrzehnten“ über seinen durch den Braunkohle-Tagebau untergegangenen Geburts- und Heimatort Langweiler als ausführliche Rückschau in einem 200-seitigen Geschichtsband zusammengefasst.

In dieser mit sechs Kapiteln ausgewiesenen Biografie bilden die Schwerpunkte „Das Dorf Langweiler und seine Geschichte“, „Heimatlied“, „Brauchtum, Gasthaus“, „St.-Antonius-Kapelle“, „Zwei Langweiler Größen“, „Die kleine Dorfchronik“ und die „Jüdische Gemeinde mit der Synagoge“ – teilweise sogar mit Archiv-Bildern – eine übersichtliche Genealogie.

In seiner Analyse zum Gedenken an das 200-Seelen-Dorf Langweiler erwähnt Peter Kranen ausführlich auch die 60er Jahre mit der Entscheidung für die Umsiedlung. Trotz der Bemühungen um eine geschlossene Aktion mit der Neuansiedlung im Gebiet Aldenhoven-Niedermerz deckten sich die Vorschläge nicht immer mit den persönlichen Interessen vieler Langweiler.

Dem Namen nach entstand lediglich der Dorfanger „Weiler Langweiler“ im Bereich der Gemeinde Aldenhoven. Hier haben sich vornehmlich umgesiedelte Landwirte eine neue Existenz aufgebaut. Heute erinnert noch ein Gedenkstein an Langweiler (851-1969) und seine Geschichte – auch als jüdische Gemeinde mit Synagoge.

„Die Heimat zu verlieren“, so resümiert Peter Kranen in seinen „Lebenserinnerungen“, „war für alle Beteiligten ein tiefer Einschnitt.“ Diese Gefühle hat er auch in einem „Abschiedslied“ mit dem Titel „Ming Heemot“ im Dialekt der Muttersprache festgehalten.

Interessenten, die ein Exemplar der „Erinnerungen an Langweiler“ erwerben wollen, können sich unter Telefon 02461/53293 oder per E-Mail peterkranen@t-online.de melden.

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