200 Besucher bei der Fachtagung Demenz

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Kreisdirektor Georg Beyß, Elk
Kreisdirektor Georg Beyß, Elke Ricken-Melchert, Gaby Gielen, Monika Sandjon, Margarete Perz, Irene Lingens, Anneliese Conrad-Wienands, Klaus Maria-Perrar, Hasan Alagün, Renate Dichant-Pipaud und Franz Becker (v.l.)bei der Fachtagung Demenz ein informatives Programm.

Kreis Düren. Informationen über Demenz, Blicke in die Zukunft und praktische Tipps bot die Fachtagung Demenz, die am Weltalzheimertag im Kreishaus stattfand.

Über 200 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt und informierten sich über ein Thema, das angesichts der alternden Gesellschaft an Bedeutung gewinnt.

Veranstalter waren das Amt für Familie, Senioren und Soziales des Kreises Düren und das Demenz-Servicezentrum für die Regio-Aachen-Eifel in Kooperation mit der Gruppe Demenz der Interessengemeinschaft Seniorenarbeit Raum Düren/Jülich (ISaR).

Bereits heute leben im Kreis Düren über 4000 Menschen mit Demenz. Die Erkrankung ist nicht nur ein Schicksalsschlag für Betroffene, sondern auch für die pflegenden Angehörigen, denn die Betreuung beansprucht auf extreme Weise.

Mitglieder des Seniorentheaters Jülich stimmten die Gäste kabarettistisch auf den Tag, an den die Demenz kommt, ein. Zerstreutheit, Vergesslichkeit, Verwechslungen - humorvoll loteten sie die Grenze zwischen Normalität und Krankheit aus.

Dr. Klaus Maria Perrar, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Kreis Düren, blickte in die Zukunft. Die Forschung werde wohl so bald keine durchschlagenden Medikamente entwickeln. Deshalb werde die persönliche Betreuung weiterhin an erster Stelle stehen. „Demenz ist eine große Herausforderung für Angehörige. Hier bietet sich ein weites Feld für bürgerschaftliches Engagement”, sagt Perrar.

Unter die Haut ging die Doku „Ich habe Alzheimer” der Journalistin Stella Braam. Am Beispiel ihres Vaters dokumentiert sie, „wie sich die Krankheit anfühlt”.

Jochen Schmidt vom Landesverband der Alzheimergesellschaften NRW stellte das Pflege-Neuausrichtungsgesetz vor. Welche Auswirkungen Meditation und Sport für das Wohlbefinden haben, stellten Dr. Gaby Gielen und Anneliese Conrad-Wienands vor.

Monika Sandjon vom Amt für Familie, Senioren und Soziales des Kreises Düren wartete mit dem Wegweiser Demenz auf. Die Broschüre gibt eine Übersicht über die Entlastungsangebote im Kreis.

Um Pflegenden die Teilnahme an der Tagung zu ermöglichen, boten Eleonore Istas und Beate Schuster mit ihrem Team im Rahmen ihres Ehrenamtsprojekts „Achtsam - geschenkte Zeit” Betreuung an.
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