Aldenhoven - 2. Wallfahrtsoktav: Kräuter umkränzen Maria Himmelfahrt

2. Wallfahrtsoktav: Kräuter umkränzen Maria Himmelfahrt

Von: gre
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Die „Kräuterfrauen” sind vor der zweiten Oktav fleißig beim Binden der Kräutersträußchen. Foto: Greven

Aldenhoven. In der St. Martinus-Pfarre Aldenhoven bereitet man sich auf die 2. Wallfahrtsoktav vom 12. bis 19. August vor. Um das Fest „Maria Himmelfahrt” am 15. August ist diese 2. Oktav seit Jahrhunderten verankert.

Maria Himmelfahrt ist traditionell mit der Kräuterweihe verbunden, ein Brauch, der bis ins 9. Jahrhundert zurückreicht. An diesem Tag werden im Gottesdienst Kräutersträuße gesegnet, die aus verschiedenen Kräutern gebunden sind. Sie bestehen aus dem, was der Feldrain oder der Hausgarten hergibt.

Von der Tradition her sollen es Kräuter sein, aus denen Tee gewonnen werden kann. Nach den verschiedenen Volksbräuchen sollen die Kräuter krankem Vieh unter das Futter gemischt werden. Zum Schutz vor Blitzschlag wurden die Kräuter in verschiedenen Regionen bei heftigem Gewitter ins offene Herdfeuer geworfen.

Die Katholische Kirche sieht die Kräuterweihe in erster Linie als Zeichen der Achtung vor der Schöpfung und der Heilkraft der Kräuter sowie als Symbol für die Zuwendung Gottes an den Menschen. Nach einer Legende aus der Frühzeit der Kirche werden Kräuter und Blumen im Zusammenhang mit Geschehnissen beim Tode Mariens gesehen.

Im Saarland und in überwiegend katholischen Regionen Bayerns ist das Fest Maria Heimsuchung gesetzlicher Feiertag.

In Aldenhoven ist es seit einigen Jahren üblich, dass kleine Kräutersträuße nach ihrer Segnung am Ende des Gottesdienstes gegen eine kleine Spende zugunsten der Renovierung der Gnadenkapelle angeboten werden.

Eine Gruppe von Frauen aus Aldenhoven und Freialdenhoven hat es übernommen, die Kräuter zu sammeln und diese zu kleinen Sträußen zu binden. Die Idee stammt von der inzwischen ausgeschiedenen Pfarrmitarbeiterin Ursula Erven aus Freialdenhoven, in deren Wohnungen die Sträuße bisher gebunden wurden. Wegen ihrer Erkrankung von Ursula Erven mussten die „Kräuterfrauen” die Arbeiten in das Pfarrheim von Aldenhoven verlagern. Nach getaner Arbeit werden es 200 bis 300 Sträußchen sein.

Überhaupt ist das ehrenamtliche Engagement in der Aldenhovener Pfarre außerordentlich bemerkenswert. Zu den wichtigsten Gruppen gehört seit dem Ausscheiden von Pfarrer Rainer Müsers das Wallfahrtsteam, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, die Aldenhovener Marienwallfahrt „am Leben zu erhalten”, zu organisieren. Eine „gute Handvoll” Frauen und ein Mann haben die Programmgestaltung übernommen, die das Magnifikat zum Leitmotiv gewählt haben. Für diese 2. Oktav ist es der Teil „Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesu”. Von Regionaldekan Hans Otto von Danwitz, dem die Pfarradministration für Aldenhoven und die Pfarreien des ehemaligen Dekanates übertragen ist, wurde das Programm gutgeheißen.

Die Oktav beginnt am Sonntag, 12. August, mit dem Hochamt um 11 Uhr, welches gemeinsam von Subsidiar Josef Hirsch und Pfarrer Wilhelm Maqua zelebriert wird. Beide nehmen auch die Kräutersegnung vor. An diesem Sonntag werden Pilger aus dem Altdekanat Aldenhoven erwartet, in dem an diesem Wochenende keine weiteren Gottesdienste stattfinden.

Am Mittwoch, 15. August, ist der Gottesdienst um 15 Uhr mit Krankensalbung.

Er wird gemeinsam von den Pfarrers Karl Heinz Bongard und Rainer Müsers zelebriert. An diesem Abend ist in der Krypta die Lichterfeier. Am Samstag, 18. August, ist nachmittags eine Andacht mit einer großen Pilgergruppe aus der Stadt Eschweiler, die auf dem Rückweg von der Kevelaer-Wallfahrt in Aldenhoven Station machen.

Den Schluss dieser Wallfahrt feiert man am Sonntag, 19. August, um 11 Uhr in einem Festhochamt mit den Pilgern aus den Pfarreien der GdG Linnich, die von Pfarrer Philippen angeführt werden.
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