17 Künstler gestalten Linnicher Skulpturenweg

Von: Kr.
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Verstrickungen hat Elke Bürger ihre insgesamt vier Skulpturen getauft. Foto: Kròl
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Sandra Struck-Germanns Objekt beschäftigt sich mit der Freiheit, den Lebensweg selbst zu finden. Foto: Kròl

Linnich. Der Linnicher Skulpturenweg entlang der Rur ist wieder da. Er war etliche Jahre beliebter Bestandteil des Linnicher Kultursommers, musste dann einige Zeit ruhen und wurde nun von den Eheleuten Bina und Wilfried Theisen wiederbelebt. Es war und ist „ihr Kind“.

So nahmen sie die Fäden abermals in die Hand und mobilisierten weitere 15 Künstler zur Mitarbeit. Ein Spaziergang entlang der Rur wird damit für die Besucher zu einem Abenteuer und einer Entdeckungsreise in idyllischer Umgebung, denn zwischen den Bäumen und Sträuchern gilt es die einzelnen Kunstobjekte aufzufinden.

Das Thema für diesen sechsten Skulpturenweg war schnell gefunden: „Freiheit“. Aktueller und gefährdeter denn je, stellten die Künstler diesen Begriff über ihre Arbeiten, die sie auf ganz unterschiedliche Weise angehen. Es ist die Meinungsfreiheit, die sie darstellen, oder die Freiheit, den eigenen Lebensweg zu gestalten. Dann geht es um die Freiheit, in einem anderen Land leben zu dürfen und dort bessere Lebensbedingungen zu erwarten und auch die Freiheit der Natur, sich zu entfalten und zu überleben.

Da steht die Fahne aus Stacheldraht von Bea Peter und Albert van Loon, die mahnt, die Freiheit des anderen zu respektieren und zu schützen. „Glimpse of Heaven“ hat Bina Plazcek Theisen ihr Objekt getauft, eine Reihe zerfetzter Schirme die ihre Schutzfunktion verloren haben und sich von einem Rurufer zum gegenüberliegenden ziehen. In ihren Schirmen hat sie außerdem kleine LEDs angebracht, die nachts leuchten.

Als Matchbälle, in dicken Netzen gefangen, sieht Wilfried Theisen den Menschen, und der Surfer mit Amboss von Joerg Florenz hat wohl keine Chance, frei auf den Wellen zu reiten. Verstrickt sind die vier Figuren von Elke Bürger in Zwängen, die man sich selbst auferlegt, aber auch von anderen erfährt. Angelika Keller bricht mit ihren Keramiken und ihrem Sonnenweg eine Lanze für die Freiheit der Natur. So unterschiedlich wie die Sichtweisen sind auch die Materialien, die die Künstler verwandten.

Auf kleinen Tafeln gibt es Erläuterungen. Zur Eröffnung des Skulpturenweges hieß Linnichs Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker viele Gäste willkommen. Sie dankte den Künstlern für ihr Engagement, griff das Thema „Freiheit“ auf und betonte, wie wichtig es sei, die Freiheit des anderen zu respektieren. Kurt Beaujean, Vorsitzender des Vereins „Wir in Linnich“, ließ es sich nicht nehmen, den beiden Initiatoren Bina und Wilfried Theisen zu danken: „Es ist eine wunderbare Einrichtung, und wir sind froh, dass sie wieder mit dabei ist.“

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