16.000 Gäste beim „Tag der Neugier“ in Jülich

Von: Gerda Kròl
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Das Schülerlabor war Anziehungspunkt – nicht nur für Kinder und Jugendliche. Foto: Kròl
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Mit Hightech ist man im Jülicher Forschungszentrum den Geheimnissen der Pflanzen auf der Spur, wie diese jungen Familien erfuhren. Foto: Krol
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Sitzen ohne Stühle, auch das geht, wie Showmaster Felix Homann hier demonstriert. Foto: Krol

Jülich. Um ehrlich zu sein: Ein Tag allein reicht einfach nicht aus, um all das zu sehen und zu erleben, was den zahlreichen Besuchern beim „Tag der Neugier“ im Jülicher Forschungszentrum geboten wurde.

Er sollte etwas ganz Besonderes werden, galt es doch den 60. Geburtstag der Einrichtung zu feiern und den Menschen der Region nicht nur einen Blick zurück in die Geschichte zu bieten, sondern sie auch mitzunehmen in die Zukunft. Sie kamen in Scharen. Bus um Bus steuerte von den Pendlerparkplätzen das FZJ an, Besucher zu Fuß oder auf Fahrrädern. Erhard Zeiss (Forschungszentrum) sprach am Nachmittag in einer ersten Bilanz von „16000 Gästen“. Bis dahin hatte das Wetter mitgespielt, dann sorgte ein Gewitter für ein um 30 Minuten früheres Ende.

Es gab eigentlich nur zwei Alternativen für diesen Tag, um zumindest einen kleinen Einblick in der Welt der Forschung und Wissenschaft zu erlangen. Man konnte sich einfach treiben lassen, was viele taten, und das abwechslungsreiche und bunte Programm rund um Seecasino und Seebühne miterleben, ein wenig in Labore und Werkstätten hineinschnuppern. Man konnte aber auch ganz gezielt zu Werke gehen und bestimmte Fachbereiche, die besonders spannend erschienen, besuchen und sich umfassend informieren.

Wie die Besucher auch vorgingen: Jeder kam auf seine Kosten, vor allem Kindern und Jugendlichen wurde etwas geboten. Ein buntes Spiele- und Unterhaltungsprogramm wartete auf die kleinsten Gäste. Für die größeren Kinder, die in Kita und Schule schon ein wenig in die Naturwissenschaften hineingeschnuppert hatten, war vor allem das Bühnenprogramm interessant, denn dort gab es eine Menge zu entdecken und zu erfahren. Neben Musik und Unterhaltung ging Verena von Keitz, assistiert von einigen Jungforschern, wissenschaftlichen Rätseln nach, und Felix Homann ließ seine Zuschauer in seinem Showlabor staunen, lachen und verstehen.

Eine gute Adresse für Jungforscher war zudem das Schülerlabor. Dort konnten sie nicht nur ihre eigene DNA isolieren, sondern auch Züge zum Schweben und Roboter zum Springen bringen. „Immer fragen, immer selber machen und immer neugierig sein“, riet Karl Sobotta, Leiter des Schülerlabors den jungen Gästen. Alles was sie erlebt hatten, konnten sie in der Forschungsrallye zusammenfassen und mit ihrem neu erworbenen Wissen und etwas Glück schöne Preise gewinnen.

Energie und Umwelt, Informationstechnik, Gesundheit. Biotechnologie und auch die technischen Bereiche standen den Besuchern weit offen. Neben Theorie wurde den Gästen auch viel Praxis geboten. Sie lernten etwas übers Bierbrauen, durften ihre eigene Solarzelle bauen, der Hundestaffel bei der Arbeit zusehen, erfuhren etwas über Bodenuntersuchungen und gingen dem Geheimnis der Pflanzen auf die Spur. Studiengänge und Berufe wurden vorgestellt, Netzwerke aufgebaut.

Doch man blickte auch in die Historie zurück. Immer wieder wurden die Besucher von Moderator Michael Brocker im Forschercafé im Foyer der Zentralbibliothek zu ihren Erinnerungen und Erlebnissen in und um das Forschungszentrum gefragt. Im Foyer befand sich auch die Ausstellung, die 60 Jahre Forschungszentrum dokumentierte.

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