16-jähriger TuS-Ringer wird Deutscher Vizemeister

Von: hfs.
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Lediglich im Finalkampf muss sich der Aldenhovener Jakob Kämper (r.) mit 1:3 geschlagen geben. Zuvor hatte er viermal die Matte als Sieger verlassen. Foto: TuS Aldenhoven

Aldenhoven. „Endlich wieder eine Medaille auf Bundesebene in Aldenhoven“, freuten sich die Verantwortlichen der Ringerfachschaft des TuS Aldenhoven um Vereinstrainer Mohamed Zeggai. Denn Jakob Kämper holte sich nun die Deutsche Vize-Meisterschaft in der Klasse bis 85 Kilogramm.

„Fleiß, Disziplin und Ehrgeiz sind die absoluten Stärken von Jakob“, sagt Cheftrainer Karl-Heinz Ruch über seinen Schützling, der sich in den letzten sechs Jahren unter ihm zu einem absoluten Talent entwickelt hat. „Das schafft man nur mit hartem Training“, betonte Ruch als verantwortlicher Trainer des Ringer-Landesstützpunktes Aldenhoven. Er machte sich mit elf seiner Athleten aus Nordrhein-Westfalen auf ins saarländische Eppöelborn.

Und es wurde ein hartes Wochenende für die Athleten, besonders für den 16-jährigen Jakob Kämper. Denn die ersten Kämpfe um die Deutsche Meisterschaft gingen bereits am Freitagsabend los. Die Klasse bis 85 Kilogramm war in zwei Gewichtsklassen aufgeteilt, gleich im ersten Gruppenkampf landete der Aldenhovener Ringer einen glatten 10:0-Punktsieg. Mit diesem im Rücken ging er hoch motiviert zum zweiten Fight auf die Matte. Doch sein Gegner war verletzt, schenkte den Kampf ab, so dass Kämper sich direkt für den dritten Auftritt qualifizierte.

In dem zeigte er erneut sein Können, zwang seinen Kontrahenten mit einem 8:2-Sieg in die Knie. „Jakob war nervenstark, er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, bereitete sich auch auf seinen fünften Kampf mit der notwendigen Konzentration vor“, lobte Ruch seinen Athleten, der, und dies unterstrich er vor der Abfahrt, „in diesem Jahr eigentlich noch nicht für eine Medaille in Betracht kommt, da er auch noch im nächsten Jahr als A-Jugendlicher auf die Matte gehen kann“.

Doch der Schüler ließ auch im letzten Gruppenkampf nichts anbrennen, mit einem 5:1-Erfolg wurde er Gruppenerster, stand damit im Finale um die Deutsche Meisterschaft. „Eine Medaille war damit sicher. Es flossen Freudentränen, die harte Arbeit über das ganze Jahr war schon belohnt worden“, kommentierte Mohamed Zeggai das Geschehen vor dem großen Finale. Zeggai war den Ringern nachgereist, wollte vor Ort erleben, wie sich denn die Ringer aus NRW präsentieren würden. „Wir arbeiten eng zusammen, es ist schön, wenn Landesstützpunkt und Verein Hand in Hand arbeiten“, lobte Ruch, der sich wünscht, dass sich noch mehr junge TuS-Ringer an Jakob Kämper ein Beispiel nähmen.

Im Finale traf Kämper auf Jonas Schondelmaier vom südbadischen KSV Tennenbronn. Beide Athleten lieferten sich einen großen Kampf, am Ende hatte sich Schondelmaier knapp mit 3:1 durchgesetzt. „Schade, der Titel war zum Greifen nahe“, kommentierte Kämper, ärgerte sich, dass er so knapp unterlegen war. Dass die Aldenhovener Ringer stolz und froh sind, einen so jungen Vizemeister in den eigenen Reihen zu haben, ist verständlich. „Der ganze Verein ist glücklich“, gratulierte Zeggai noch vor Ort. Und Jakob Kämper bedankte sich nicht nur bei Kalle Ruch, mit dem er zweimal in der Woche im Landesstützpunkt trainiert.

Mohamed Zeggai erwähnte nicht nur den Titelgewinn, sondern auch die Arbeit, die in Aldenhoven geleistet wird. „Die harte Arbeit mit Cheftrainer Kalle Ruch hat sich endlich ausgezahlt. An dieser Stelle ist diesem sehr geduldigen und erfahrenen Trainer der größte Dank und Respekt auszusprechen“, sagte er als TuS-Vereinstrainer. „Ich bedanke mich für die vielen Glückwünsche. Es ist schön zu sehen, dass ich so viele Unterstützer habe“, meinte der Deutsche Vize-Meister, der es damit als einziger Ringer aus Nordrhein-Westfalen aufs Podium schaffte.

Aber auch in Richtung Mohamed Zeggai machte er deutlich, dass sein Erfolg auf vielen Schultern ruht. „Mohamed hat sich mit seinem Engagement und seiner Erfahrung als ein gewaltiger Unterstützer und als ein sehr wichtiger Teil im Trainerteam erwiesen“, lobte Kämper und ergänzte, dass die nächsten Ziele schon feststehen. „Ich freue mich darauf, wieder im Leistungskader zu trainieren und erneut für den TuS Aldenhoven auf der Matte stehen zu dürfen.“

Dass noch viel Trainingsschweiß und Arbeit auf den 16-Jährigen zukommen werden, ließ Ruch nicht unerwähnt. „Nicht nur der Sport steht im Vordergrund, denn neben dem täglichen Training mus sich Jakob auch auf seinen Schulabschluss konzentrieren. Und diesbezüglich steht nun als große Aufgabe das Abitur an“, hebt der Landesstützpunkt-Coach hervor, der Kämper vor sechs Jahren vom SV Merken zum TuS Aldenhoven holte, für den er in der Ende August beginnenden Landesliga-Saison auf die Matte gehen wird.

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