Düren - 100 Mitarbeiter im Reflex-Werk können aufatmen

100 Mitarbeiter im Reflex-Werk können aufatmen

Von: Jörg Abels
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Aufatmen bei den letzten 100 noch bei M-Real verbliebenen Mitarbeitern im Zanders-Werk Reflex in Düren. Ihre Arbeitsplätze sind gesichert.

Düren. Aufatmen bei den letzten 100 noch bei M-Real verbliebenen Mitarbeitern im Zanders-Werk Reflex in Düren. Ihre Arbeitsplätze sind gesichert.

Der bisherige Unternehmensbereich Premium Papiere wird mit Wirkung zum 15. Februar von der neugegründeten Walzmühle AG übernommen und firmiert in Zukunft als „Reflex Premium Papier GmbH”. Hinter der Walzmühle AG steht zu 50 Prozent die Hahnemühle FineArt aus dem südniedersäschischen Dassel, ein mittelständischer Hersteller von Künstlerpapieren, der auf eine 425-jährige Geschichte zurückblicken kann.

Die weiteren Walzmühle-Anteile werden vom Hahnemühle-Management und anderen privaten Investoren gehalten. Der neue Eigentümer erwirbt den Produktionsstandort und die Markenrechte für die in Düren hergestellten Zanders Premium Papiere.

„Mit der Übernahme haben wir die historische Chance, einer der führenden Premium-Papier-Hersteller in Europa zu werden”, erklärt Michael Siekiera, Geschäftsführer bei Hahnemühle und in der neuen Reflex GmbH. Mit den Produkten der Hahnemühle FineArt, der ebenfalls im Besitz von Hahnemühle befindlichen Lana Papiers Spécieux in Straßburg und der Zanders-Marken sei man in der Lage, ein Vollsortiment auf dem europäischen Premium-Papier-Markt anzubieten.

Der Geschäftsführer erwartet ein stabiles Wachstum aus eigener Kraft, das nicht nur die Arbeitsplätze der nun übernommenenen Mitarbeiter sichert, sondern mittelfristig auch neue Arbeitsplätze nachsichzieht. Ob das bereits im ersten Jahr der Fall sein wird, kann er nicht mit Bestimmtheit sagen. „Wir verfolgen eher einen konservativen Ansatz mit unserem Geschäftsmodell.” Jetzt hätten erst einmal die Schaffung neuer Strukturen und die Bereiche Verkauf und Marketing Priorität. Ganz ausschließen aber will er Neueinstellungen nicht.

Und die Hoffnung hat auch Betriebsratschef Norbert Werres mit Blick auf den einen oder anderen der 100 Mitarbeiter der zuletzt stillgelegten Autocopy-Sparte im Dürener Werk, die zum 1. Februar in eine Transfergesellschaft wechseln sollen. Mit Blick auf die Belegschaft ist Werres mit den Konditionen der Übernahme durch Hahnemühle „hoch zufrieden. Der Betriebsübergang nach Paragraf 613a BGB sichere den Mitarbeitern Einkommen und sozialen Besitzstand. Im Gegenzug gelten weiter die seit 2004 geltende 40-Stunden-Woche und eine einjährige Verzögerung bei Tarifanpassungen.
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