10-Millionen-Euro-Projekt: Neue Zähne für den Braunkohleriesen

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Noch frisst sich Bagger 287 mit seinem „alten Gebiss” immer tiefer in den Tagebau Hambach. Ab Mitte Juni wird der stählerne Koloss modernisiert und erhält ein neues Schaufelrad.

Hambach. Seit Jahrzehnten frisst sich Bagger 287 im Tagebau Hambach unaufhörlich ins Erdreich. Mittlerweile aber sind die Zähne des stählernen Riesen abgenutzt. Im Rahmen einer dreimonatigen Generalüberholung erhält der Gigant deshalb ein neues Schaufelrad - eine Aktion, die erstmals bei einem Bagger dieser Größenordnung durchgeführt wird.

Der einst von MAN und Siemens gebaute Bagger gehört zu den Giganten, die täglich 200.000 Tonnen Abraum oder Kohle bewegen.

Im Zuge der 90-tägigen Generalüberholung, die Mitte Juni beginnen soll und mehr als zehn Millionen Euro kostet, wird sowohl die Mechanik als auch die Elektrotechnik des Baggers auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Die größte Herausforderung aber bestand im Vorfeld in der Konzeption und Realisierung des neuen Schaufelrades.

Nach einer europaweiten Ausschreibung erhielt das Technikzentrum der RWE Power in Grefrath den Zuschlag. „Die Tatsache, dass wir die Planung, Fertigung und den Einbau des neuen Schaufelrades in Eigenregie durchführen, spricht für die Fachkompetenz und das hohe Know-how, über das wir in den eigenen Reihen verfügen”, erklärt Hans-Joachim Bertrams, Leiter des Tagebaus Hambach.

Mit einem Gesamtgewicht von 155 Tonnen und einem Durchmesser von 21,6 Metern ist der Bau des 18-teiligen Schaufelrades eine besondere Herausforderung.

Von Grefrath aus wird das „neue Gebiss” des Baggers per Schwertransport in den Tagebau Hambach gebracht. Mit dem Abschluss der Grundinstandhaltungsarbeiten rechnet der Tagebaubetreiber für September.
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