Titzer Platanen werden doch gefällt
Titz. Die Platanen in einem Teilbereich der Ortsdurchfahrt Hasselsweiler werden gefällt. Diesen Mehrheitsbeschluss fasste nun der Rat der Gemeinde Titz und widersprach damit der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschuss.
TTC Indeland ohne Lauric Jean gegen Berlin
Jülich. Normalerweise könnte der TTC Indeland Jülich nach dem überzeugenden 9:5-Heimsieg gegen den TTC Hagen frisch gestärkt und frohen Mutes die kommende Aufgabe gegen Hertha BSC Berlin angehen, doch mit den Gedanken an das Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr in der Nordhalle an der Berliner Straße gegen die «alte Dame» legen sich Sorgenfalten auf die Stirn von TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig.
Rot-Grün kritisiert Hygienevorschriften für Tagesmütter
Kreis Düren. Die Bundesregierung will eine EU-Richtlinie mit strengen Hygienevorschriften für Tagesmütter vorschreiben - entgegen der Auffassung der NRW-Landesregierung und der EU-Kommission selbst.
Herber Rückschlag in Linnicher Bemühungen um Malefinkbach
Linnich. Die Bemühungen der Stadt Linnich, den trocken gefallenen Malefinkbach wieder mit Wasser zu befüllen, haben einen herben Rückschlag erhalten.
Kreistag fordert Verbot der Kameradschaft
Kreis Düren. In einer einstimmig verabschiedeten Resolution fordert der Kreistag ein sofortiges Verbot der rechtsextremistischen «Kameradschaft Aachener Land» (KAL).
Die Säge wird an die Baumschutzsatzung gelegt
Aldenhoven. Die Baumschutzsatzung der Gemeinde Aldenhoven, die seit 2001 gilt, kommt auf dem Prüfstand. Die Alternative lautet: Abschaffen oder überarbeiten.
Unterwegs im Dienst der Verkehrssicherheit
Von Stephan Johnen | 03.09.2010, 16:37
Gefragt ist Maßarbeit, es gibt nur einen Versuch. Die Straßenwärter haben von Fällen gehört, in denen Markierungen über Dreck, Steine, ja «rund um Eichhörnchen» gezogen wurden. «Das können Sie sich im Internet angucken», sagt Helmut Schmidt, Leiter der Kreisstraßenmeisterei. «Das würde ich nie durchgehen lassen», fügt er hinzu. Die Markierungsarbeiten sind nur ein kleines Beispiel aus dem dicken Aufgabenkatalog der Straßenmeisterei. Doch sie stehen sinnbildlich für das, was die Arbeit der Straßenwärter ausmacht: Ordnung schaffen und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer rund um die Uhr gewährleisten. In jeder Jahreszeit, an jedem Tag, zu jeder Stunde.
Ein Straßenwärter ist dabei ein echtes Multitalent: Er beherrscht die Kunst des Baumrückschnitts ebenso wie das Ausbessern von Schlaglöchern, er pflegt Ausgleichsflächen und räumt beim Winterdienst die Straßen von Schnee und Eis. «In diesem Beruf ist Flexibilität gefragt», betont Helmut Schmidt. Handwerklich, und auch zeitlich. Wenn es hart auf hart kommt, wird der Feierabend auch schon einmal verschoben. Wie im vergangenen Winter, wo die Straßenwärter so viele Überstunden angesammelt haben, dass sie voraussichtlich erst bis Ende Oktober ganz abgebaut sind. 110 Einsätze wurden gefahren, 1400 Tonnen Salz ausgestreut. Der Winter davor war ebenfalls nicht mild, doch so lange am Stück mussten die Mitarbeite der Straßenmeisterei seit 40 Jahren nicht mehr räumen und streuen.
Durch diesen Schnee-Marathon blieben später einige Dinge liegen, beispielsweise in der Gehölzpflege. «Wir versuchen, das wieder aufzuholen», bittet Schmitz um Verständnis.
Scherben auf dem Fahrradweg
Vorrang hat stets die Verkehrssicherungspflicht. Zwei Streckenwarte sind beispielsweise jeden Tag auf festgelegten Routen unterwegs, um die kreiseigenen Straßen zu kontrollieren. Dabei legen sie rund 30.000 Kilometer im Jahr zurück. Sie fegen Scherben von Fahrradwegen, streuen Ölspuren nach Unfällen ab, ersetzen beschädigte oder gestohlene Verkehrsschilder und Leitpfosten. «Gab es einen Unfall, werden wir im Regelfall alarmiert», berichtet Helmut Schmidt. Die Streckenwarte prüfen auch Leitplanken und Brücken nach Kollisionen, führen kleine Reparaturen vor Ort durch - oder veranlassen das Nötige. Sie schreiben auch Rechnungen an Unfallverursacher: für verbogene Pfosten, beschädigte Bäume, beschädigte Mittelinseln.
«Straßenbegleitgrün»
Andere Trupps der Meisterei sind unterwegs, um das - Amtsdeutsch formuliert - Straßenbeleitgrün zu pflegen. Vom Handrasenmäher bis zum Unimog mit zwei ansteuerbaren Mäharmen bietet der Fuhrpark einen reichhaltigen Fundus für die anfallenden Arbeiten. Rund 1,3 Millionen Quadratmeter Grünfläche müssen jedes Jahr gepflegt werden. «Es gibt jeden Tag genug zu tun», versichert Leiter Schmidt.
Gearbeitet wird übrigens selbst dann, wenn Straßenwarte am Wegesrand sitzen: Bis Ende September steht im Land die Verkehrszählung an. Alle fünf Jahre gehört auch das Erfassen von Verkehrsströmen zu den Aufgaben der Straßenwarte.
Zuständig für 195 Kilometer Straße
Die Straßenmeisterei des Kreises mit Sitz in Stockheim ist verantwortlich für 195 Kilometer Straßen. Zum Zuständigkeitsbereich der 19 Mitarbeiter zählen zudem: 25 Kilometer Radwege, 22 Brücken, 7600 Bäume, sieben Kilometer Kanal, 129 Schächte, 100 Kilometer Rinnen außerhalb der Ortschaften und 2700 Straßenabläufe.
Auch die Pflege der Grünstreifen, in Amtsdeutsch: Straßenbegleitgrün, gehört zu den Aufgaben der Straßenmeisterei. Im Kreisgebiet gibt es beispielsweise 680.000 Quadratmeter Rasen und Wiesen entlang der Straßen, der zwei bis vier Mal im Jahr von den Mitarbeiten gemäht wird. Auch 800.000 Quadratmeter Gräben und Böschungen müssen gepflegt werden.
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