Zwei neue Druckmaschinen: 40 Millionen Euro investiert

Von: Daniel Gerhards
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40-Millionen-Investition in Wassenberg: Die Kraft-Schlötels GmbH hat zwei neue Druckmaschinen angeschafft. Foto: Daniel Gerhards
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Gleich neben dem Produktionsgebäude wird ein modernes, vollautomatisch betriebenes Hochregallager erbaut. Foto: Daniel Gerhards
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Zur Eröffnung schaute auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vorbei. Foto: Daniel Gerhards

Wassenberg. Den grünen Knopf durfte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erst drücken, als alles gesagt war. Denn mit diesem Knopfdruck startete die neue 160-Seiten-Rotation der Druckerei Kraft-Schlötels – mit der damit verbunden Geräuschkulisse. Weil Kraft-Schlötels bereits über eine Druckmaschine gleicher Größe verfügt, stehen nun die beiden größten Rollenoffsetdruckmaschinen der Welt in Wassenberg.

Für das Unternehmen ist das ein Grund zum Feiern. Für die Ministerin Anlass, der Druckerei einen Besuch abzustatten. „Für uns ist das eine riesige Auszeichnung, dass die Bundesumweltministerin zu uns nach Wassenberg kommt und auf den Knopf drückt“, sagte Dr. Ralph Dittmann, Geschäftsführer der WKS Gruppe, zu der die Kraft-Schlötels GmbH gehört.

Hendricks sagte, dass die Druckerei beweise, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze seien. „Innovative Unternehmen wie diese, sind ein Beleg dafür“, sagte sie. Auch weil das Unternehmen mit Standorten in Wassenberg und Essen als erster Rollendrucker mit dem Blauen Engel zertifiziert worden sei.

Die 40 Millionen Euro, die die WKS Gruppe in Wassenberg investiert, sollen unter anderem die Effizienz steigern. Weil man mit höherer Effizienz nicht nur Arbeitskraft, sondern auch Ressourcen spart, sei das ein Beitrag zum Umweltschutz: „Auch unter Umweltgesichtspunkten sollte man immer wieder darüber nachdenken, wie man effizienter wird“, sagte Hendricks.

Das Geld, das in Wassenberg investiert wird, fließt in eine 160-Seiten-Rotation, eine 120-Seiten-Rotation und ein Hochregallager, das sich derzeit noch im Bau befindet. In diesem Lager, das man auch als firmeneigenes Logistikzentrum bezeichnen kann, ist Platz für rund 10.200 bepackte Paletten. Weil es rund 30 Meter hoch ist, wurde dafür der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Forst geändert. Er sah zuvor nur Gebäude bis zu einer Höhe von 15 Metern vor. Dittmann lobte in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit der Stadt Wassenberg.

Dass dieser Schritt den Verantwortlichen im Rathaus nicht schwer gefallen ist, klang in den Worten von Bürgermeister Manfred Winkens (CDU) mit: „Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Logistikzentrum ein Wahrzeichen der Stadt Wassenberg wird“, sagte er. Ein „industrielles Wahrzeichen“ wie das Gasometer in Oberhausen oder die Zeche Zollverein in Essen. Winkens sagte zudem, dass es ihn stolz mache, dass die „modernste Druckerei der Welt“ in Wassenberg stehe.

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