Zwei Drummer der Jugendmusikschule Heinsberg haben es geschafft

Von: Anna Petra Thomas
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So sehen Sieger aus: Mit ihrem Lehrer Ulf Stricker (Mitte) freuen sich Alexander Wiese (links) und Nils van Helden über ihren Erfolg beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Unter die Top-Schlagzeuger in Deutschland haben es gleich zwei Drummer der Jugendmusikschule Heinsberg beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ geschafft. Nils van Helden aus Wassenberg-Ophoven wurde in Braunschweig in seiner Altersgruppe (V) bei 20 von 25 Punkten mit einem dritten Preis ausgezeichnet.

Nur fünf anderen jungen Schlagzeugern aus Deutschland musste er den Vortritt lassen. Aus Nordrhein-Westfalen spielte keiner besser als er. Das gilt auch für Alexander Wiese, und mehr noch: Nur mit einem Punkt verfehlte er die beste Wertung in seiner Altersklasse. Mit 22 Punkten erzielte er einen zweiten Preis.

Die Zahl derer, die es überhaupt in den vergangenen 50 Jahren in einen Bundeswettbewerb geschafft hätten, sei an drei oder maximal vier Händen abzulesen, würdigt Schulleiter Theo Krings schon die Teilnahme der beiden an sich. „Dann da sogar noch wirklich ganz vorne mitzuspielen, ist noch einmal ganz etwas anderes“, sagt er. „Außergewöhnlich und absolut nicht planbar!“

Im Bundeswettbewerb würden ganz eigene Gesetze gelten. Da müsse man nicht nur in dem Moment „liefern“, in dem es darauf ankomme. „Man ist auch in einem Pool unterwegs, der schlicht die absolute Leistungsspitze in Deutschland darstellt.“

Das Ziel des Wettbewerbs sei für ihn allerdings schon erreicht gewesen, als die beiden wirklich auf den Punkt gearbeitet und sich der Herausforderung gestellt hätten.

„Jugend musiziert“ habe zudem auch in diesem Jahr Anlass geboten, Dinge anzupacken, die außergewöhnlich seien. Im Bereich Schlagzeug ist das zum Beispiel das „Heinsberg Drum Projekt“, ein eigenes Video mit den nicht nur in Braunschweig erfolgreichen jungen Schlagzeugern der Jugendmusikschule.

Am heutigen Samstag, 14. Juni, wird es während des Tages der offenen Tür der Jugendmusikschule (11 bis 17 Uhr) im Erweiterungsbau der Realschule an der Rheinertstraße um 16 Uhr erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

„Da muss also ganz viel passen“, resümiert Krings, „und neben Schülern, Lehrern und Eltern müssen viele Leute helfen.“ Dabei geht sein ausdrücklicher Dank auch an die Sponsoren, die diese Videoproduktion ermöglicht haben. „Und wenn dann auch noch das Ergebnis in Form von Punkten stimmt, freue ich mich natürlich riesig, aber eigentlich ist das dann zweitrangig. Die nachhaltige Wirkung wurde vorher erzielt.“

Das sieht auch Nils van Helden so. Wichtig war ihm, mit anderen guten Schlagzeugern seines Alters in Kontakt zu kommen, vor allem aber die Kritik der Jury. „Die bringt einen tierisch weiter“, sagt er. Neben einem selbst geschriebenen Reggae-Solo überzeugte van Helden die Jury auch mit Stücken seines Lehrers Ulf Stricker.

Alexander Wiese spielte mit ihm zusammen sogar im Duett. „Er hätte sogar gewinnen können, wenn er für sich selbst noch mehr Risiko gewagt hätte“, sagt Stricker über seinen deutschen „Vizemeister“. Doch äußerst zufrieden ist natürlich auch er mit dem Erfolg seiner beiden Schützlinge.

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