Zwei Chöre und ein symbolträchtiger Gast in St. Martinus

Von: Johannes Bindels
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Hörenswert: Die zwei Chöre unter der Leitung von Hilde Hubben begeisterten die Zuhörer. Foto: Johannes Bindels

Wassenberg-Steinkirchen. Wer die Kirche St. Martinus in Steinkirchen kurz vor Beginn des angekündigten Chorkonzertes betrat, sah sich gezwungen, sich mit einem Stehplatz zu begnügen. Zum 27. Konzert mit der Zanggroep Mes Amis (Koningsbosch, Niederlande) und dem Budels Gemengd Koor (Budel, Niederlande) konnte Mieke Küppers wieder viele Musikliebhaber in der gut gefüllten Kirche begrüßen.

„Wir haben heute eine Taube in der Kirche, die sich hierhin verirrt und noch nicht rausgefunden hat“, verwies sie auf einen besonderen, aber durchaus symbolträchtigen Gast.

Rhythmischer Beifall

In der mit dem morbiden Charme des Verfalls ausgestatteten Kirche boten die beiden Chöre unter der Leitung ihrer Dirigentin Hilde Hubben mit ihren Programmen kurzweiligen musikalischen Genuss von Soul, Rock über Musical bis zu schwedischen Volksliedern. Mit kurzen Einführungen in die Thematik der Lieder wurden die Gäste mit auf die musikalische Reise genommen.

Mit „Hey Soul Sister“ begann die Zanggroep Mes Amis ihre Beiträge. Begeisternd und sehr gelungen wurden die Songs jeweils mit kleinen choreographischen Beiträgen begleitet. „My Immortal“, sowie „Sombody to love“(Queen/Freddy Mercury), aber auch „Viva la Vida“ (Es lebe das Leben) oder „Gabrielas Sång“ über eine schwedische Frau, die ihren Weg geht, waren Beiträge, die vom „Auf und Ab“ im Leben berichteten.

Mit „Umbrella“ und „Mother Earth“ (Temptation) kamen die 20 Sängerinnen und Sänger der Zanggroep Mes Amis so richtig in Fahrt und rissen die Zuhörer zum rhythmischen Beifall mit.

Im zweiten Teil des Programms füllte der mit 40 Mitgliedern angereiste Budels Gemengde Koor, ebenfalls unter Leitung von Hilde Hubben, die Kirche klangvoll aus. Die tolle Akustik in der Kirche unterstützte alle musikalischen Feinheiten bei Liedern wie „Am Himmel, da funkeln die Sterne“ (Walter Klefisch), aber auch bei modernen Arrangements wie „Weit, weit weg“, einer lyrischen Ballade von Hubert von Goisern. Dies war ein toller Beitrag, der für alle Anwesenden zum Genuss wurde.

Langer Beifall

Mit niederländischen Liedern oder eigenen Arrangements der Dirigentin Hubben mit „Wied es de Windj“ kam Liedgut des grenznahen Nachbarn zum Tragen. Und auch dieser Chor aus Budel animierte mit „Ja, ja der Chianti-Wein“ nicht nur durch die gestischen Einlagen das Publikum zum Mitmachen. Bevor die beiden Chöre zum Schluss gemeinsam mit dem Beitrag „Über den Wolken“ (Reinhard Mey) das Programm beendeten, erhielten Mieke Küppers für ihr Engagement zum Erhalt der Kirche und damit einem Kleinod für Konzerte und Ausstellungen und Hilde Hubben für ihre Leitung einen Dank in Form eines Blumenstraußes aus der Hand der Sprecherin der beiden Chöre. Dass diese Form der Nutzung der Kirche weitere Fans unter dem Publikum gewonnen hatte und ihre Fortsetzung erfahren wird, das war nicht nur am langen Beifall des Publikums abzulesen.

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