Zustimmung für Windrad-Neubau an der Autobahn 46

Von: Ingo Kalauz
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Windpark an der A 46 nahe Doveren: Hier sollen demnächst die Bauarbeiter anrücken. Foto: Stefan Klassen

Hückelhoven-Doveren. Man muss heute schon des Englischen mächtig sein, wenn man sich auf Deutsch verständigen will: Wenn etwas Bestehendes aufgerüstet wird, spricht man im Deutschen heute von „repowern“. Beispielsweise werden Windkraftanlagen repowert.

Der Betreiber der beiden Windenergieanlagen innerhalb der so genannten Windkraftkonzentrationszone von Doveren an der Autobahn 46 hat beim Kreis Heinsberg einen Antrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz gestellt, seine beiden Windkraftanlagen zu „repowern“.

Konkret heißt das: Der Stahlturm in Richtung Hückelhoven bleibt bestehen, während der Standort der östlichen Windkraftanlage innerhalb der Windkraftkonzentrationszone um etwa 100 Meter weiter in östliche Richtung verschoben wird. Das wird erforderlich, weil die aufgerüsteten, pardon, „repowerten“ Rotoren mit einer Flügellänge von dann 38 Metern sonst aneinanderstoßen würden. Im Bau- und Umweltausschuss, in dem das Projekt vorgestellt wurde, bestehen dagegen keine Bedenken, sofern Schall- und Schattenwurfgutachten die Verträglichkeit mit, wie es hieß „zu schützenden Nutzungen“ bestätigen.

Neben der Kiesgrube an der Landstraße Doveren/Houverath beabsichtigt ein weiterer Betreiber von solchen Anlagen ein einzelnes, ganz neues Windkraftrad zu errichten. Einen kleinen Giganten: Die Nabenhöhe dieser Anlage soll 120 Meter haben, der Rotordurchmesser 117 Meter. Obwohl der Standort dieser Windenergieanlage außerhalb der Konzentrationszone Doveren, aber an „planungsrechtlich verträglicher Stelle“ liegt, hatten die Mitglieder des Ausschusses keine Bedenken gegen den Bau der Anlage.

Die planungsrechtliche Zulässigkeit des Vorhabens wurde durch eine von der Verwaltung in Auftrag gegebene juristische Expertise bestätigt.

Die Stadt Hückelhoven, also der Bürgermeister als Chef der Verwaltung, steht den „repowerten“ Windkraftanlagen ohnehin positiv gegenüber: Man sieht darin „einen weiteren Beitrag zur Steigerung der Stromerzeugung durch regenerative Technologien im Stadtgebiet“.

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