Zusammen ein Zuhause für die Gemeinschaft gebaut

Von: Johannes Bindels
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Höchste Leistungen für die Westzipfelhalle gewürdigt: (v.l.) Elmar Wählen, Herbert Corsten, Hermann Wählen, Dorothee Teschers und Franz-Dierk Meurers.
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Beste Wünsche für einen Ort der Gemeinschaft: Pastor Roland Bohnen bei der Einsegnung. Fotos (2): Johannes Bindels Foto: Johannes Bindels

Selfkant-Tüddern. Auch wenn die Westzipfelhalle schon Anfang des Jahres für ihre vorgesehene Verwendung in Betrieb genommen wurde, die offizielle Eröffnungsfeier war eine wohlüberlegte Gelegenheit, Dank zu sagen und gemeinsam zu feiern.

So war es nicht verwunderlich, dass die beteiligten Partner vom „Ues Tüddere“-Verein über die Politik und Verwaltung bis hin zur Bevölkerung noch einmal Revue passieren ließen, welches Engagement und Gemeinschaftsgefühl für und mit dem Bau entstanden waren.

Ein paar nüchterne Zahlen nannten die „Ues Tüddere“-Vorsitzende Dorothee Teschers wie auch Bürgermeister Herbert Corsten bei ihren Ansprachen. Die standen jedoch symbolhaft für eine bemerkenswerte Anstrengung aller Vereine und Menschen im Ort: „28 Tonnen Eisen wurden verarbeitet, ebenso 5500 Meter Kabel wurden im 4530 Kubikmeter umbauten Raum verlegt und schafften uns ein Gebäude mit 722 Quadratmetern nutzbarer Hallenfläche“, nannte Teschers beeindruckende Werte.

Bürgermeister Corsten ergänzte diese Informationen mit den Hinweisen, dass an Fördermitteln aus dem Leader-Region-Topf 311.979 Euro zur Verfügung gestellt werden konnten. Mehr als 180.000 Euro wurden umgerechnet an Eigenleistung eingebracht, dahinter verbargen sich 12.500 Stunden Arbeit der freiwilligen Helfer.

Stellvertretend geehrt

„Jeden Freitag und jeden Samstag verbrachten Tüdderner Bürger und Mitglieder aller 16 Vereine auf der Baustelle“, erinnerte Dorothee Teschers an das nicht selbstverständliche Engagement für den Bau der Westzipfelhalle als Gemeinschafts- und Begegnungsstätte. Unterstützt von den Frauen des Dorfes, die für die Verpflegung sorgten. Aber auch die Jugendlichen und viele Flüchtlinge halfen mit, betonte Teschers.

Stellvertretend für viele helfende Hände hob sie jedoch zwei Personen besonders heraus: Franz-Dierk Meurers habe in der Zeit der Planungen und Genehmigungen als Vorsitzender von „Ues Tüddere“ Verdienste erworben, die das Projekt vorangebracht hätten. Und mit Hermann Wählen, der als 75-jähriger verantwortlich die Dacheindeckung geleitet habe, sei eine ebenso herausragende Leistung des ältesten Mithelfenden zu benennen. Beiden wurde unter viel Beifall ein Blumenstrauß überreicht.

Für 400 Sitzplätze habe man Platz und könne auf Bestuhlung und Tische zurückgreifen, so Elmar Wählen, Geschäftsführer von „Ues Tüddere“. Eine mobile Trennwand ermöglicht eine variable Raumeinteilung. Am Festtag stand der Bühnenbereich für Musik durch den Instrumentalverein St. Cäcilia Tüddern, für einen Sketch in Plattdeutsch von Erika Becker und Peter Hamers sowie für eine Tanzaufführung des TSV Rot-Weiß zur Verfügung.

Zuvor hatte Pastor Roland Bohnen die Halle eingesegnet. „Belehrt und ermahnt einander in aller Weisheit. Singt Gott Psalmen und Lieder, wie der Geist sie eingibt“, hatte er aus dem Brief von Paulus an die Kolosser zitiert. Den Segen begleitete sein Wunsch, dass die Halle einen guten Geist erfülle, auf dass die Gemeinschaft sich in guter und respektabler Gemeinschaft versammle. Am Festtag der Einweihung schien dieser Wunsch sich zu erfüllen.

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