Zukunft der Sportstätten: Vereine sollen mitreden

Von: tm
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Sie arbeiten an der Sportstättenentwicklung: (v.l.) Gerd Helfer, Peter Peidl, Joachim Mützke, Thomas Jahn und Michaele Linkens. Foto: Mauer

Erkelenz. Um für die Zukunft die Nutzung der Sportstätten in Erkelenz anzupassen und zu optimieren, hatten Stadtverwaltung und Stadtsportverband alle Vereine zu einer Infoveranstaltung eingeladen. Von den 60 Angeschriebenen erschienen immerhin die Hälfte.

In seiner Einführung erklärte Joachim Mützke seitens der Stadtverwaltung, es gehe nicht um „Wegrationalisierung“ sondern um Optimierung. „Der demografische Wandel und das veränderte Freizeitverhalten der Menschen zwingen uns angesichts knapper Kassen zum Handeln“, erklärte der Amtsleiter.

Die Stadt Erkelenz verfügt über 21 Sportplätze, 17 Turn- und Sporthallen mit 28 Sporthalleneinheiten, zwei Schwimmbäder und einen Beachvolleyballplatz. Alle diese städtischen Anlagen wollen unterhalten und instand gehalten werden.

Mit einer angestrebten Befragung der Sportvereine möchten Stadt und Stadtsportbund den Ist-Zustand bei der Nutzung ermitteln, um für die kommenden vier bis sieben Jahre einen Sportstättenentwicklungsplan entwerfen zu können. Zwei Fragebögen für den Vereinsvorstand und die Abteilungsleiter wurden verteilt.

Um die Bedenken der Befragten zu entkräften, betonte Mützke, dass die Daten nur intern verwendet würden. Im Gegenzug forderte er die Verantwortlichen auf, „ehrlich zu sein“. Schönfärberei nütze dabei niemand. Zum besseren Verständnis erläuterte Michaele Linkens die einzelnen Fragen, zu denen immer wieder Erklärungsbedarf bestand.

„Es geht uns um die Angaben, die wir nicht haben“, unterstrich Mützke mit Verweis auf bereits vorhandene Informationen. Zum Schluss der Fragebögen hatten die Verantwortlichen eigens eine „Frustfrage“ angefügt, bei der jeder Verantwortliche Kritik und Änderungswünsche eintragen kann.

Bis zum 15. Januar haben die Vorsitzenden und Abteilungsleiter Gelegenheit, die Angaben zu machen. Danach werden Stadt und Stadtsportbund gemeinsam die Angaben auswerten und mit der Politik und dem Rat einen Entwurf erarbeiten. Ein gesetzlicher Auftrag dazu besteht nicht, „wir wollen das gute Angebot in der Stadt Erkelenz nur optimieren“, sagte Mützke.

Angesichts knapper finanzieller Ressourcen ein verständliches Argument, so sahen das auch die Mehrzahl der im Saal Vertretenen.

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