Zufrieden über das Wahlergebnis für Borschemich (neu)

Von: Norbert F. Schuldei
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Erkelenz. Nein, sagt der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen, er sei nicht enttäuscht von der Wahlbeteiligung. Von insgesamt 1345 Einwohnern der Ortschaften Keyenberg, Kuckum, Berverath sowie Unter- und Oberwestricht waren am Sonntag 847 zur Wahlurne gegangen, um in geheimer Abstimmung ihren Umsiedlungsstandort zu wählen. 63 Prozent waren das.

„Ja, ich habe mit einer Wahlbeteiligung um die 70 Prozent gerechnet“, sagt Jansen. „Die Leute sind heute weitaus informierter als vor Jahren noch.“ Jansen spielt damit auf die Orte Borschemich und Immerath an; damals hatten sich rund 55 Prozent der Bewohner an der Abstimmung um den neuen Standort für ihre Ortschaft beteiligt.

Er sei froh, sagt der Bürgermeister, dass „eine eindeutige Entscheidung für einen Standort gefallen“ sei. 564 Stimmberechtigte, also 66,7 Prozent, hatten sich bei der Wahl für den Standort Erkelenz-Nord, also den bei Borschemich (neu) entschieden. „Die Tendenz bei den älteren Einwohnern ging schon im Vorfeld deutlich Richtung Erkelenz-Nord. Bei den jüngeren gab es mehr Diskussionen“, sagt Jansen. Jetzt, mit diesem eindeutigen Votum, könnten auch „keinerlei Gerüchte irgendwelcher Art aufkommen“.

Die Nähe zur Kernstadt Erkelenz, glaubt Jansen, sei ein Hauptargument für Erkelenz-Nord und damit gegen Schwanenberg gewesen.

Nicht alle Bewohner der Ortschaften, die weggebaggert werden, machen von dem Angebot Gebrauch, die Infrastruktur des Umsiedlungsstandortes zu nutzen. „Manche ziehen in die Nähe ihres Arbeitsplatzes, manche zu ihren Kindern; etwa 20 Prozent bleiben an irgendeiner anderen Stelle im Stadtgebiet Erkelenz hängen“, sagt Jansen. Den Vorteil, an dem angebotenen Standort neu zu bauen, taxiert Jansen auf „etwa 5000 bis 8000 Euro“.

Seit zwei bis drei Jahren, sagt der Bürgermeister, stagniert die Einwohnerzahl in Erkelenz. „Durch die Umsiedlung von Immerath und Borschemich haben wir rund 300 bis 400 Einwohner verloren“. In den Neuansiedlungen habe man überdies „eine negative Geburtenrate“.

Es sterben in den umgesiedelten Ortschaften mehr Menschen als geboren werden. Weil mehr alte als junge Menschen die Umsiedlungsstandorte annehmen. Mit der Ausweisung von Neubaugebieten habe man diesen negativen Trend auffangen können.

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