Heinsberg-Oberbruch - Ziele erreicht: Verein Amos feiert

Ziele erreicht: Verein Amos feiert

Von: Johannes Bindels
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Gemütliches Beisammensein: Karl-Josef Schaps (r.) ist einer der ehrenamtlichen Helfer bei Amos, der als Sprachlehrer an der Weihnachtsfeier teilnimmt. Foto: Johannes Bindels

Heinsberg-Oberbruch. Der Verein Amos gegen Armut und Arbeitslosigkeit in der Region Heinsberg hatte zur Weihnachtsfeier in die Festhalle in Oberbruch eingeladen. Rund 200 Gäste, darunter ehrenamtliche Mitarbeiter und betreute Mitmenschen konnten der Vorsitzende Johannes Eschweiler und die Geschäftsführerin Elfi Brockhoven verzeichnen.

Mit einem unterhaltsamen Programm wurde christliche Solidarität und Teilhabe praktiziert und friedliches Miteinander erlebt.

Im Jahr 2006 von engagierten Christen gegründet, setzt sich der Verein zum Ziel, Armut zu bekämpfen, Menschenwürde zu vermitteln und offen zu sein für alle Menschen, gleich welcher Weltanschauung, Nationalität und Herkunft. Amos belegte dies auch mit seinem Weihnachtsfest, was Elfi Brockhoven denn auch mit ihren einleitenden Worten zum Ausdruck brachte: „Wer von hier oben auf der Bühne in den Saal schaut, sieht einen bunt gemischten, festlich geschmückten Saal mit Mitmenschen aus vielen Ländern – das ist einfach ein schöner Anblick.“

Zuvor hatte Johannes Eschweiler den Blick auf das zurückliegende Jahr gerichtet. Rund 90 ehrenamtliche Helfer engagierten sich an den Standorten in Heinsberg-Oberbruch, Erkelenz, Geilenkirchen und Hückelhoven. Im laufenden Jahr seien zum Amos-Laden in Oberbruch noch zwei weitere in Geilenkirchen und Hückelhoven hinzugekommen. Alle Renovierungen erfolgten aus eigener Kraft.

„Menschen helfen Menschen“

Mit dem Ort der Begegnung in Erkelenz sei ein Angebot für die Arbeit mit Migranten und Flüchtlingen geschaffen worden. Familien, die zusammengefunden hätten, konnten unterstützt werden, sah Eschweiler eines der gesetzten Ziele erreicht. Das Motto des Vereins „Menschen helfen Menschen“ werde konkret umgesetzt.

In den drei Arbeitslosenzentren von Amos würde arbeitslosen und von Armut betroffenen Menschen wieder eine Perspektive geboten. Auch in aktuellen Notsituationen bei gesellschaftlichen Änderungen engagiert sich der Verein in Bereichen wie der Flüchtlingshilfe und biete zum Beispiel Sprachkurse an. „Rund 500 Menschen wöchentlich erreichen wir mit unseren Hilfsprojekten“, betonte Eschweiler.

Doch wer sind die Menschen, die bei der Weihnachtsfeier zusammenkamen? Einer von ihnen ist Karl-Josef Schaps. Der pensionierte Realschullehrer engagiert sich im Sprachunterricht für Flüchtlinge und Migranten. Zwei Mal wöchentlich steht er in den Räumen in Oberbruch Menschen aus Syrien, Marokko und Tunesien, aber auch aus Ländern wie Bangladesch beim Sprachlernen unterrichtend und begleitend zur Verfügung. Meistens im Einzelunterricht und mit didaktisch wohldurchdachten Materialen, wie er betonte.

Dank an Helfer und Spender

Weiterhin sind es Menschen, die für das musikalische Rahmenprogramm mit ihren Auftritten sorgten, wie Bastian Lenzen von Amos mit seinem Flötenspiel, ebenso wie die international zusammengesetzte Gruppe von Uaqäd Saadi, Sakia Mohammed, Erdol Aslan, Adnan Schnan und Agnes Erkens, die Musikstücke wie „Sir hashirim – Lied der Lieder“, „Bir dost – Ein Freund“ und „Kaderi – Schicksal“ aus ihrer Heimat spielten.

Nicht zuletzt trügen Einrichtungen wie die IG 2020 als Festhallenbetreiber, das Team vom Restaurant Picasso aus Oberbruch, das ehrenamtlich die Bedienung übernommen habe und die vielen Helfer des Vereins unterstützend zum Gelingen des Weihnachtsfestes bei, betonte Elfi Brockhoven. Dass der Nikolaus rund 100 Kinder mit Geschenken beglücken könne, sei den vielen Spendern aus der Bevölkerung zu verdanken. Johannes Eschweiler und Elfi Brockhoven bedankten sich bei allen Unterstützern und Helfern im Namen des Vereins.

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