Zicklein statt Geißbock auf der Bühne

Von: agsb
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Auf der Karnevalsbühne den falschen „Hennes“ zu streicheln, davon träumt ein FC-Fan wie der Prinz. Selbst, wenn es nicht der echte ist.
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In Amt und Würden: Prinz Chris (Schürmann) und Ihre Lieblichkeit Lisa (Backhaus) übernehmen in Tüddern die Macht. Foto: agsb

Selfkant-Tüddern. Riesengaudi herrschte bei der Proklamationssitzung der Karnevalsgesellschaft De Witsemänn aus Tüddern: Zunächst wollte keines der drei Mikrophone in den Händen von Sitzungspräsident Hubert Jetten seinen Dienst verrichten, dann verwechselte Jetten auch noch eine Proklamation von 2007 mit 1907.

So sorgte Jetten für die ersten Lacher des Abends, wobei Tüddern nur wenige Minuten später außer Rand und Band war. Spätestens, als die Vereinshymne des 1. FC Köln erklang. Im rot-weißen Fahnenmeer wurden Prinz Chris (Schürmann) und Ihre Lieblichkeit Lisa (Backhaus) von den Freunden des VfR Tüddern und dem Spielmannzug Wehr zur Bühne begleitet. Von oben bot sich dem Prinzenpaar ein fantastisches Bild mit Blick ins volle Festzelt, andersherum blickten die Gäste auf ein sehr farbenprächtiges Bühnenbild.

Nach der Proklamation des neuen Prinzenpaares gab es einen Überraschungsgast: Freunde des VfR Tüddern brachten an der Leine „Hennes“, das Maskottchen des 1. FC Köln, mit. Wenn auch nicht den echten, sondern sein „Double“ aus Schalbruch, der weniger Geißbock als vielmehr Zicklein zu sein schien.

Prinz Chris, FC-Fan durch und durch, wusste gar nicht, wie ihm geschah. Der Prinz kniete sich neben den falschen Hennes und erlebte Sekunden, die er wohl nicht vergessen wird. Das Publikum raste vor Begeisterung. Nach seinem kurzen Auftritt wurde Hennes zwar nicht in die Domstadt zurückchauffiert – dafür aber in seinen Schalbrucher Stall.

Und für das Prinzenpaar folgten weitere Überraschungen am Abend, die wie ein Geheimnis gehütet wurden: Die große Schürmann-Familie, fast alle sind Mitglieder beim VfR Tüddern, hatte das Prinzenlied umgedichtet und direkt auf Chris und Tüddern zugeschnitten. Fred Deckers stand danach im Mittelpunkt, er erhielt die Auszeichnung „Ümmer Doabie“. Fred Deckers hält unter anderen alle Proklamationssitzungen in Bild und Wort fest.

Heinz Ernst und seine Gruppe „Echt Leeker“ peitschten Tüddern danach stimmungsmäßig nach vorne. Im Narrenzelt hielt es keinen auf den Sitzen. Zuvor hatten schon „Et Marie“ (Inne Hamacher) als Bütten-Ass, Anne Schloemer und Schola Kelleners im Zwiegespräch sowie die Showtanztruppe Diamond-Girls und die Solotanzmariechen des TSV Tüddern die Stimmung hochgetrieben.

Da hatte „Et Zwiegestirn“ einen schweren Stand, um Ruhe ins weite Rund zu bekommen. Die Garde des TSV zeigte sich dann von ihrer besten Seite, Pure Poison ließ die Witsemänn-Air-Line fliegen und die Witsemänn-Damen präsentierten zum ersten Mal eine Play-Back-Show.

Verzückte Damenwelt

Das Männerballett zeigte einen Balletttanz und verzückte die Damenwelt – es ging Schlag auf Schlag weiter im Programm.

Und dann krachte es gewaltig: „HatWat“ wurde nach Mitternacht empfangen. Frontmann Ralf Beyers war wie seine Mannen nicht zu bremsen und trieb die Stimmung auf den Höhepunkt.

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